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5.7 Begebenheiten – Ereignisse (1918 – 1938)

Hilfe aus USA
Im Juli 1919 traf eine amerikanische „Kinder-Ernährungskommission“ in Glöckelberg ein. Ihr Ziel war es, unterernährten Kindern zu helfen. Die Kinder wurden in den Schulen von Dr. Georg Jilek aus Schwarzbach untersucht. Insgesamt kamen 280 Kinder, davon 92 Kleinkinder im Alter bis 6 Jahre in den Genuss einer Unterstützung.
Aber auch ehemalige Gemeindeangehörige, die nach den USA ausgewandert waren, hatten ihre Heimat nicht vergessen. Im Dezember langte über Oberplan eine Kiste und ein Koffer mit  Kleidern, meistens Mädchensachen, ein. An 153 Familien wurden sie verteilt. Absender war der „Deutsch-Böhmen Bruderbund“ von St. Paul in Minnesota. Genannt wurden Josef Hepfingbauer (?), der am 13.2.1869 in Glöckelberg geboren wurde und dessen Bruder Adolf, geb. am 23.4.1877, weiters die Komiteemitglieder Johann Pechmann, Frank Eigler. Die Sendung stellte einen Wert von vielen 1000 Kronen dar.

Hilfe von der Jugendfürsorge

Auch 1923 war man über Hilfslieferungen erfreut. Im April langten von der Jugendfürsorge Kleidungsstücke für Kinder ein, die vom Pfarrer in Absprache mit der Gemeinde an 30 arbeitslose und arme Familien verteilt wurden.

Soldat erhängte sich
Eine unangenehme Entdeckung machte am 16. November 1919 ein Schüler der zweiten Klasse, von dem uns nur der Vorname Franz überliefert ist. Als er in der Nähe der Flachsbrechstube bei Vorderstift seine Notdurft verrichtete, bemerkte er einen tschechoslowakischen Soldaten, der sich auf einen Baum erhängt hatte. Der Soldat gehörte zu den „Besetzungssoldaten“, die im Gemeindehaus einquartiert waren.

Moderne Technik
Auch die moderne Technik kam in den Ort. Am 12. März 1920 legte das tschechische Militär eine Telefonverbindung von ihrer Kanzlei im Hause des Julius Schwarz nach Unterwuldau.
Am 11. 7. 1920 kommt das „elektrische Licht“  nach Glöckelberg und wird zunächst in der Mühle, Schmiede und beim Wegscheider in den Althäusern eingeleitet. Die Mühle bekam ca. 30.000 „Birnen“, die Kosten beliefen sich auf ca. 30.000 Kronen. Im Jahre 1928 wurde die Glasschleiferei in Josefsthal mit 16 „Flammen“ beleuchtet.

Einführung des 24 Stundentages
Mit 1. Juni 1921 wurde bei der Eisenbahn, im Post- und Telegraphenwesen der 24 Stundentag eingeführt. „ 1 Uhr am Nachmittag heißt jetzt 13 Uhr“.

Ochsen aus Österreich?
Am 19. Mai 1920 tauchten in Hüttenhof zwei Ochsen auf, die angeblich in Oberösterreich einem Bauern entwichen waren. Beim Schaubschläger, auch „Deutschpeter“ genannt, wurden sie in Hüttenhof Nr.3 gefunden, der gab jedoch an, sie von einem Unbekannten gekauft zu haben. Mehr wird nicht überliefert.

Volksbund gegründet
Am 31. Oktober 1920 wird im Rahmen einer sehr gut besuchten Versammlung im Gasthof Friedrich Springer in Hüttenhof eine Ortsgruppe des katholischen „Volksbundes“ gegründet. Es sprach der Abgeordnete der Nationalversammlung Dr. Karl Petersilka, Professor am Priesterseminar in Budweis. Obmann wurde Johann Jungbauer, Tischler in Hüttenhof.

Maul- und Klauenseuche
Im November 1920 brach die Maul- und Klauenseuche durch einen aus Unterwuldau beim Gastwirt Friedrich Springer eingestellten Ochsen aus. Durch eine Transportsperre  war es möglich, die Seuche einzudämmen.

Mutterberatungsstelle
Im Februar 1921 wird in Vorderstift eine Mutterberatungsstelle eingerichtet. Jeden Donnerstag ab 14 Uhr untersucht der Gemeindearzt von Oberplan Dr. Smitka Kinder kostenlos. Die Kosten trug der Landesverein für Kinderschutz und Jugendfürsorge und die Fürstin.

Kaiser Karl gestorben
Wir folgen hier den Worten des Chronisten: „Kaiser Karl ist am 1. April um 11 Uhr 30 Minuten vormittags in seinem Verbannungsorte Funchal auf der Insel Madeira gestorben. Am 5. wurde er dort begraben.“

Seehöhe vermessen
Am 1. August 1922 wird die Seehöhe von Glöckelberg exakt vermessen. Von einem „Knopf“ an den Stufen des Pfarrhauses stellt der staatliche Ingenieur eine Seehöhe von 810, 580 m fest. Wenige Tage später vermessen Soldaten die Höhe der umliegenden Berge.

Tollwut
Am 22. Mai kommt es zu einem großen „Hundeschlachten“ in Josefsthal. Ein Hund war der Frau Reichenberger nach Österreich entlaufen und hat mehrere Personen gebissen. Zur Aufklärung kamen Gendarmen aus Österreich, etwas später der Tierarzt aus Krumau mit einem bewaffneten Waffenmeister, „der die herumlaufenden Hunde erschoss“.

Strohdach
Am 21. Juli 1923 konnte Leo Petschl sein Haus an der Kanalstraße in Richtung Hüttenhof mit Stroh eindecken.

Kriegerdenkmal
In den Jahren 1922 und 1923 bemühte sich eine Theatergruppe durch ihre Aufführungen Geld für ein Kriegerdenkmal zusammen zu bringen. Letztlich hatte die Gruppe noch 1.100 K Schulden. Weitere Aufführungen wurde der Gruppe unter Androhung einer Arreststrafe verboten. Da nahm sich der Pfarrer und der Gemeindesekretär Ernst Müller der Sache an und bald waren 2.000 K beisammen. Der Steinmetz Anton Vrážek aus Höritz arbeitete innerhalb von drei Wochen das alte Kaiser Franz Josef Denkmal um. Der Obelisk (Aufsatz) wurde verkleinert, da der Stein durch die Entfernung des Kaisermedaillon abgeschlagen war. Dazu passend wurde auch der Sockel verkleinert und das Monument um 50cm gehoben. Auf die Vorderseite kamen die Namen der 26 Gefallenen aus Glöckelberg, auf die Ostseite 14 aus Josefsthal, auf die Westseite 14 aus Hüttenhof. Bezahlt wurden 2.700 K. Bei herrlichem Wetter fand die Gedenkfeier am 23. September 1923 statt. Die Festrede hielt der Abgeordnete Dr. Petersilka,. Der Gedenkstein sei ein Trauer- und Mahnstein für den Böhmerwald. Nach sechs Jahren, im Juli 1929, wurden die Namen der Gefallenen mit Lackfarbe renoviert.

Feuerwehrspritze und Jubiläum
Am 7. Jänner 1926 traf in Hüttenhof eine neue Feuerwehrspritze von der Firma Czermak in Teplitz ein, Wert über 7.100 Kronen. Das Geld wurde durch Spenden, vor allem der Dorfbewohner und durch eine Tombola, aufgebracht. Im Konsumhaus wurde das Depot eingerichtet.
Am 24. Juli 1927 feierte die Feuerwehr ihr 40jähriges  Bestandsjubiläum. Die Feier war mit einer Feldmesse verbunden, bei der P. Josef Rodlberger, Katechet i. P. aus Krumau, die Festpredigt hielt. Die Feuerwehr erhielt eine „neue“ Vereinsfahne. Diese diente früher als Veteranenfahne. Nun war der Kaiseradler herausgeschnitten und durch ein Leinenbild des hl. Florian ersetzt worden, das Frau Maria Pangerl, Landwirtsausnehmerin in Glöckelberg Nr.15, gekauft hatte. Man sieht, nicht nur die Sockel alter Denkmäler finden, angepasst, neue Verwendung, auch Fahnen kann es ähnlich ergehen. Aus Anlass des Jubiläums wurde auch die Straße vom „Fuchsen“ zum Gemeindehaus  hergerichtet und das Rinnsal gepflastert.

Kurse
Vom 9. Jänner bis 15. Februar 1929 fand unter Leitung von Fräulein Pšenička, beauftragt vom Landeskulturrat, ein Kochkurs statt.
Auch im nächsten Jahr wurden die Kurse fortgesetzt. Ab 7. Jänner wurde beim Fleischhauer und Gastwirt Franz Kari ein Zuschneide- und Stickkurs von der Firma  Singer-Nähmaschinen statt. Angemeldet hatten sich 30 Frauen, angefangen haben 18, von denen sich noch einige „abstreiften“.

Gründung des Vereines „Deutsche Landjugend“
Am 26. Mai 1929 fand eine Versammlung von Burschen und Mädchen beim Gastwirt Johann Poferl statt. Das Lehrerehepaar Janda und Lehrer Brandtner waren die Organisatoren. Es wurde eine Ortsgruppe des Vereines der  Deutschen Landjugend mit 65 Mitgliedern gegründet, ein unpolitischer Verein im Dienste der Jugendbewegung. Jugendführer wurde Willi Poferl. In die Bezirksleitung entsandt  wurde Maria Lampl aus Josefsthal und Rudolf Janda. Die „Mädchenpflege“ übernahm Resi Bauer, Beirat wurde Oberlehrer Heinrich Pascher.
 
Unglück
Am 1. Juli 1929 kam es zu einem tragischen Unfall. Der 14jährige Emil Poferl hütete das Vieh während andere Knaben mit einem Gewehr spielten, das in der Werkstatt versteckt war. Ein 12jähriger Knabe aus Linz, der auf Sommerfrische war, zielte auf den Emil Poferl und schoss ihm in die Brust. Der Doktor konnte das Geschoß nicht entfernen. Das weitere Geschehen wurde uns nicht überliefert.

Betonbrücke
Im Juli 1929 ließ der Gasthausbesitzer Franz Kary über den Kanal eine Betonbrücke errichten. Viele Brücken aus Holz überqueren den Kanal und ermöglichen die Zufahrt zu den Häusern oder zu den Wiesen und Feldern. Die Brücken, die schon vor dem Kanalbau bestanden, musste die Herrschaft Schwarzenberg erhalten. Im Gemeindegebiet wurde an der Errichtung des Kanals 1789 gearbeitet. Die Besitzer der später gebauten Häuser und Brücken müssen diese selbst erhalten und einen „Brückenanerkennungszins“ bezahlen. Anfangs waren es 2 – 3 Kronen, 1929 waren es 30 Kronen.

Wegverlegung und Zäune
Im September 1929 wurde über Auftrag der fürstlichen Verwaltung der Weg, der durch den Bärenlochwald führt, abgetragen, so dass der Weg unpassierbar wurde. Dagegen haben sich aber die Interessenten mit Erfolg gewehrt. Ebenso wurde der Wald oberhalb vom Kanal mit einem Drahtgeflecht abgesperrt, damit das Wild, so hieß es, nicht auf den Gründen in Hüttenhof Schaden anrichten kann. Diese Maßnahmen führten zu Unstimmigkeiten, da man vermutete, man wolle nur verhindern, dass das Wild in das Gebiet der Hüttenhofler Jagdgesellschaft wechsle.

Rauferei
Am 22. September 1929 feierten die Rekruten ihren Abschied, wobei es zu einer Rauferei zwischen den Glöckelbergern und Hüttenhofern kam. Einige wurden durch Biergläser und Messer verletzt.

Dreschmaschine mit Motor und Feuerwehrmotorspritze
Am 16. Juli 1930 wird die erste Dreschmaschine mit Motor von der Bahnstation Oberplan nach Glöckelberg gebracht. Vier Landwirte, darunter der Gemeindevorsteher Franz Poferl, Josef Stutz und Leo Studener hatten sie angeschafft.
Noch im selben Monat erhielt die Feuerwehr eine neu in Budweis angekaufte Motorspritze. Für sie war ein neues Depot gebaut worden, das mit einer Gemeindewaage verbunden wurde. Am 9. September 1930 wurde die Waage durch den Bezirkshauptmann offiziell als öffentliche Einrichtung in Betrieb genommen.

Auto für den Personenverkehr
Im nächsten Jahr, es war der 11. Mai 1931, bekam Willibald Poferl ein „Auto für den Personenverkehr“ ( 8 Sitze). Er musste noch einen Praxiskurs in Wallern besuchen, „dann durfte er fahren“. Die Sitze konnte man herausnehmen, dann war das Auto auch für den Lastenverkehr geeignet. Es war das erste Mietauto und Poferl der erste Autobesitzer in der Gemeinde.

Abgängig
Im Oktober 1932 durchstreiften drei Gendarmen mit 27 Arbeitslosen den ganzen Bärenlochwald auf der Suche nach Alois Reiter, Häusler in Hüttenhof 57, der seit 17. September abgängig war. Reiter war aus Oberplan zugezogen. Eine Spur fanden sie nicht. Erst im Jahre 1933 erfuhr man, dass er sich in Österreich in der Pfarre Reichenau als Knecht verdingt hatte.

Versteigerung
Das Haus  Glöckelberg Nr.115, Besitzer Ignaz Hochholdinger, Fleischhauer, wurde 1932 versteigert. Mit einem Kaufpreis von 58.000 Kronen ging es in den Besitz des Josef Poferl und seiner Frau über. Da beide lange Zeit in Amerika gelebt hatten, wurde das Haus bald „Beim Amerikaner“ genannt.

40 Jahre Raiffeisen in Glöckelberg
Im April 1933 feierte die  Spar- und Darlehenskasse, System Raiffeisen, ihr 40jähriges Bestandsjubiläum. Zur Festversammlung erschienen fast alle Mitglieder, auch die Verbandsleitung war aus Prag angereist. Die noch lebenden Gründer der Kasse erhielten ein Erinnerungsgeschenk.

Fahrordnung
Die Landesbehörde in Prag gab mit Erlass vom 18.1.1934 eine neue Fahrordnung bekannt. Auf Staats- Landes- und Bezirksstraßen müsse links gefahren werden. Auf Fahrrädern dürfen nur so viele Fahrer aufsitzen als Sitze vorhanden sind. Vorne müsse bei Nebel und am Abend ein weißes oder gelbes Licht mitgeführt werden, ab 15.2. rückwärts ein rotes. Die Strafdrohung 10 bis 2000 Kronen.

Lastauto für die Feuerwehr - Fahnenweihe
Im August kaufte die Feuerwehr ein gebrauchtes Lastauto bei der Firma Merwald in Wallern. Der alte Gerüstwagen wurde zurückgegeben und 3500 Kronen aufgezahlt.. Die feierliche Weihe fand am 16. September 1934  statt, bei der auch die Fahne der freien Gewerbegenossenschaft ihre Weihe erhielt. Diese Fahne diente vorher dem „Edelweißverein“, der sich vermutlich im Februar 1934 aufgelöst hatte. Die Gewerbegenossenschaft hatte sich verpflichtet, sollte wieder ein Edelweißverein gegründet werden, einen Teil der Kosten für die Anschaffung einer neuen Fahne zu übernehmen. Da Geld vom Fest der Fahneweihe übrig blieb, wurde für die Kirche ein auf Leinwand gemaltes Bild vom hl. Aloisius und von Johannes dem Täufer in Troppau bestellt. Die alte Genossenschaftsfahne arbeitete der Mesner Ludwig Petschl, der auch Schneider war, in eine Schulfahne um.

Telefon
Das Telefon hält Einzug. Am 6. April 1936 kam ein Lastauto nach Glöckelberg und man begannen bei der Post mit dem Einbau eines Telefons mit einer Verbindung zum Zollhaus und nach Oberplan. Es wurden 20 Stangen gesetzt. Am 9. April telefonierte der Fleischer Thomas Kary provisorisch mit dem Tierarzt in Oberplan. Private Sprechstellen wurden noch nicht eingerichtet, da bei der schlechten Wirtschaftslage die Kosten hiefür nicht aufgebracht werden konnten. Die Gemeinde leistete für die Einrichtung der Sprechstelle bei der Post einen Beitrag von 1000 Kronen.

50 Jahre Feuerwehr
Die Feuerwehr feierte am 30. Mai 1937 ihr 50jähriges Gründungsfest mit einer Feldmesse und Predigt. Zahlreiche Vereine aus den umliegenden Ortschaften und aus Klaffer in Oberösterreich nahmen teil. Drei Mitglieder der Wehr wurden mit einer Medaille für ihre 50jährige Mitgliedschaft geehrt.

Veteranengründungsfest
Veteranengründungsfest wurde am 17. Mai 1937 gefeiert. Pater Rodelberger hielt die Feldmesse.
Angeregt hatte die Gründung der Landwirt Franz Kary aus Vorderglöckelberg. Der Vereinszweck war die Unterstützung gedienter Soldaten. Kommandant des Vereines wurde Franz Kary, 70 Personen traten dem Verein bei

.Pfarrer Essl - Priestergrabstätte
Auf Grund einer Zuschrift des Herrn Dompropst Dr. Johann Praschl vom 26. August 1937 wurde die Grabstätte des Ehrendomherrn Dr. Alois Essl als „Priestergrabstätte“ für die Dauer des Bestandes des Friedhofes erklärt. Zur Erhaltung und Pflege des Grabes legte die Schwester des Ehrendomherrn Frau Marie Essl 1000 Kronen bei der Raiffeisenkasse Glöckelberg ein. Für 10 Jahre sollte auch ihr Grab von diesem Geld gepflegt werden, sofern sie hier in Glöckelberg begraben werde.

Meteor
Am 23. 11. 1936, gegen 18,35 Uhr, beobachtete man einen besonders großen Meteor etwa 4 bis 6 Sekunden lang, der taghell grünlich-blau leuchtete und einen langen Schweif nachzog. Große, glühende Flammenteile sprühten von ihm nach allen Seiten ab.

Verein gedienter Soldaten
Ein weiterer Verein wurde am 1.8.1937 gegründet : „Verein gedienter Soldaten“. Zahlreich war die Beteiligung der Bevölkerung des Ortes und der Umgebung, viele Vertreter von verschiedenen Vereinen aus Krumau und Wallern hatten sich eingefunden. Am Gründungstag traten 100 Mitglieder bei.

Glöckelberg im Rundfunk
Voll Stolz hörte man am 15. August 1937 eine Radiosendung vom Prager Deutschen  Rundfunk : „Uralte Sage und große Geschichte – Die Wunder der krummen Au“ mit Beiträgen aus Neubistritz, Kaplitz, Rosenberg und Glöckelberg. Die Übertragung erfolgte vom Krumauer Schloss, am Mikrophon war der ehemalige Gemeindevorsteher Ignaz Lehrer.

Tödlicher Unfall
Am 17. November 1937 kommt es wieder mit einem geladenen Gewehr zu einem schrecklichen Unfall im Hause der Katharina Schacherl. Der 12jährige Thomas Schacherl hantierte mit einem alten Gewehr, das der ältere Bruder im Ofenwinkel abgestellt hatte. Thomas legte in der Dämmerstunde das Gewehr auf seine 14jäjrige Schwester Olga an, sagte „Jetzt erschieße ich dich“, drückte ab und der Schuss tötete das Mädchen.

Musterungen in Oberplan:
1.Februar 1921 : Von den Jahrgängen  1899, 1900, 1901 wurden 5 zum Militärdienst eingezogen („behalten).
18.April1922 :     „Behalten“ aus Glöckelberg 3.
2.   Mai 1923 :     Aus Glöckelberg wird kein Bursch eingezogen.
13. Mai 1924 :     Eingezogen werden 8 Burschen.
24. April1925:     Von 40 werden 5 eingezogen.
17. Mai  1926:     Eingezogen wurden 4 Burschen.
3.   Mai  1927:     Eingezogen wurden 5.
13. April1928:     Eingezogen wurden 6.
9.  April 1929:     Eingezogen wurden  10
6.  Mai   1930:     Von 28 Stellungspflichtigen wurde 1 Bursch eingezogen.
2.  Mai   1931:     Von 32 Stellungspflichtigen 6
12. April 1932:    Von 40 Stellungspflichtigen 3
18. Mai 1933 :     Von 34 wurden 8 eingezogen.
21. April 1934:    Eingezogen wurden 9.
27. April 1935:    Von 23 wurden 2 eingezogen
15. April 1936:    Von  15 Burschen wurden 10 eingezogen.
März 1938:          Von 15 wurden 10 eingezogen

 


     Dr. Othmar Hanke
    
othmar.hanke@aon.at

 

 

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