{"id":106,"date":"2019-12-20T18:45:27","date_gmt":"2019-12-20T17:45:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gloeckelberg.at\/?page_id=106"},"modified":"2024-01-09T12:11:41","modified_gmt":"2024-01-09T11:11:41","slug":"5-5-die-kirche-1918-1938","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gloeckelberg.at\/?page_id=106","title":{"rendered":"5.5 Die Kirche ( 1918 &#8211; 1938 )"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"106\" class=\"elementor elementor-106\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-fadf01b elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"fadf01b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7deaaa6\" data-id=\"7deaaa6\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6b0559d elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6b0559d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-xl\">5.5<br>Die Kirche ( 1918 - 1938 )<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-86418ee elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"86418ee\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-9486690\" data-id=\"9486690\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7ef15e3 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"7ef15e3\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4fa1d4b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"4fa1d4b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>\u201eAve-Glocke\u201c kehrt heim<br \/><\/strong>F\u00fcr die Kirche beginnt die neue \u00c4ra nicht unangenehm. Am 4. J\u00e4nner 1919 konnte man die im Weltkrieg requirierte \u201eAve-Glocke\u201c , die vom Einschmelzen verschont blieb, beim \u201eDochta\u201c in Vordergl\u00f6ckelberg wieder aufh\u00e4ngen. An Spesen f\u00fcr den R\u00fccktransport von Krumau fielen nur 11 Kronen an.<\/p><p><strong>Renovierungsarbeiten &#8211; Reparaturen<br \/><\/strong>Immer wieder waren an der Kirche und am Friedhof Renovierungsarbeiten erforderlich. So fiel in der Nacht vom 27. auf 28. M\u00e4rz 1919 etwa 10 Meter der Friedhofsmauer auf die Wiese des Hauses 97. Ein Jahr sp\u00e4ter war die Mauer auf einer L\u00e4nge von 40m zu reparieren. Im Jahr 1923 waren wieder Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen<br \/>Im Herbst 1919 war es erforderlich die h\u00f6lzerne Wasserleitung vom Schulgarten zum Pfarrhaus\u00a0 aufzugraben. Das Holz war verfault.. Auch die Turmuhr verlangte immer wieder den Einsatz eines fachkundigen B\u00fcrgers, was wiederholt der Schneidermeister Ludwig Petschl besorgte.<br \/>Ebenso war der Kirchturm h\u00e4ufig zu sanieren. Im Juli 1923 kamen Dachdecker aus Krumau. Diese brauchten 80 T\u00e4felchen um die schadhaften Stellen auszubessern. Im n\u00e4chsten Monat war das Dach des Kirchenschiffes an der Reihe. Gleich darauf wurde das Friedhofskreuz renoviert, \u201eabgekratzt\u201c und der Heiland f\u00fcr 160 K vergoldet. Auch 1926 mussten Spengler aus Oberplan und Dachdecker Sch\u00e4den am Dach der Kirche und des Pfarrhauses reparieren, es regnete schon hinein. Im Juni 1926 lie\u00df Pfarrer Essl auf eigene Kosten\u00a0 das Dienstbotenzimmer, gleich beim Eingang, neu streichen. Es ist das Zimmer, in dem sein Vater verstorben ist.<br \/>Ebenso war es erforderlich, die meisten Fenster am Turm und an der Kirche neu einzukitten und neue Glastafeln einzusetzen. Noch im November kamen vom Meister Lange aus Oberplan drei Anstreicher, die die Kirchent\u00fcren und die Au\u00dfenfenster anstrichen. Auch im September 1927 wurde der Innenraum der Kirche vom Maurer Hermann Tomani mit Kalkfarbe ausgemalt, wobei er auch die Farben beistellt. Seine Frau und Tochter s\u00e4uberten dann die B\u00e4nke und Kreuzwegbilder. Insgesamt wurden 321 Kronen ausbezahlt. Die Kirche wurde auch au\u00dfen \u201egef\u00e4rbelt\u201c und zwar leicht braun, fr\u00fcher war sie gelblich. Im September 1928 wurden wieder Reparaturarbeiten\u00a0 an der Friedhofsmauer und an den Mauern am Pfarrhaus und um den Pfarrgarten durchgef\u00fchrt.<br \/>\u00a0Im Juni 1927 wurden mit einem Kostenaufwand von 170 Kronen die Blitzableiter am Pfarrhaus, von denen im Krieg die Kupferteile abmontiert worden waren, wieder instand gesetzt. Die Eisendr\u00e4hte wurden erst im Oktober 1934 durch Kupferdr\u00e4hte ersetzt und zwar auch an der Kirche.<br \/>Reparaturarbeiten am Kirchdach und am Turm waren auch im August 1933 erforderlich, Kostenaufwand 130 Kronen. Die Dachrinnen waren gestrichen, die abgebr\u00f6ckelten Pfeiler saniert worden. Am Pfarrhaus wurde der Kamin neu angeworfen und die Senkgrube neu \u00fcberlegt.<br \/>Wie in den Vorjahren mussten im September und Oktober 1934 an Kirche und Pfarrhaus Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten durchgef\u00fchrt werden, am Kirchturm, beim Zugang zur Sakristei, die Dachplatten, abgesprungene Mauerkanten am Pfarrhaus, sowie an der Senkgrube.<br \/>Im M\u00e4rz 1936 spendete die Gemeinde eine gro\u00dfe Fuhre Sand. Mit zwei Pferden wurde es von der Stubener Br\u00fccke zur Kirche gebracht und die Wege damit bestreut.<br \/>Im Sommer 1938 wurde die Kirche au\u00dfen \u201eangeworfen\u201c und gestrichen, die Friedhofsmauer repariert. Im Kircheninneren wurde im Mittelschiff das Ziegelpflaster abgetragen, weil sich die Decke senkte. Auch die Kirchenfenster wurden ausgebessert und gestrichen. Der Voranschlag betrug 15.000 Kronen.<\/p><p><strong>Erstkommunion<br \/><\/strong>Am 23. April 1922, Wei\u00dfer Sonntag, 43 Kinder gingen zur Ersten heiligen Kommunion und die Musikkapelle spielte die Messe \u201eHier liegt vor Deiner Majest\u00e4t\u201c, \u201ewas sehr gefallen hat\u201c. Ein Jahr sp\u00e4ter waren es 39 Kinder. Die Blechmusik holte die Kinder von der Schule ab und wieder spielte sie \u201eHier liegt vor Deiner Majest\u00e4t\u201c.<br \/>Im Jahre 1926 gab es nur 13 Erstkommunionkinder. Zur Erstkommunion am 15. April 1928 gingen 25 Kinder. Beim Einzug in die Kirche wurden sie von der Musikkapelle begleitet. Es regnete und schneite leicht. Beim Amte wurde \u201eEngel Gottes steig hernieder\u201c gesungen.<br \/>Im Jahre 1930 waren es 34., 1931\u00a0 42, davon 33 aus Gl\u00f6ckelberg und 9 aus H\u00fcttenhof. 1932 z\u00e4hlte man 31., 1934 24. Mit gro\u00dfer Trommel holte man die Kinder von der Schule ab. Bei der Erstkommunion am 28. April 1935 waren es 33.Am Wei\u00dfen Sonntag, am 14. April 1936 waren\u00a0 23 Schulkinder bei der ersten Kommunion. Es st\u00fcrmte und schneite, so dass die Kinder kaum durch den Schnee stapfen konnten. Als die Kinder nach der Feier beim Gastwirt Jakob Schacherl vorbei gingen, fiel von dessen Blechdach Schnee auf die M\u00e4dchen. Es geschah ihnen nichts, nur eines weinte.<\/p><p><strong>Totengr\u00e4ber Poidinger<br \/><\/strong>Am 26. Juni1922 kommt der Totengr\u00e4ber Jakob Poidinger zum Pfarrer und erkl\u00e4rt, er k\u00f6nne\u00a0 bei seinem Alter und seiner Krankheit die Arbeit nicht mehr weiter machen, auch sei sein Sohn in die Fremde gegangen, die Stelle des Totengr\u00e4bers m\u00f6ge daher neu vergeben werden. Michael Pangerl aus Gl\u00f6ckelberg Nr. 93 m\u00f6chte die Arbeit \u00fcbernehmen.<br \/>Am 30. J\u00e4nner 1928 starb der Totengr\u00e4ber Jakob Poidinger. Die erste Tote, die er begrub, war Marianne Wegscheider vom Haus Gl\u00f6ckelberg Nr.46, am\u00a0 3. Februar 1873, die Letzte war Maria Schacherl (\u201eFuchs`ntochter\u201c) am 6. Juli 1922. Er hat 1.831 Tote, darunter 956 Kinder unter 10 Jahren, begraben.<\/p><p><strong>Glocke<br \/><\/strong>Am 15. Juli 1923 wurde eine neue Glocke von der Firma Perner in Budweis aufgezogen. Sie war 164 kg schwer und bestand aus 78% Kupfer und 22% Zinn. Auf der einen Seite ist der hl. Borrom\u00e4us, auf der andere ein Schutzengel abgebildet &#8211; es k\u00f6nnte auch der hl. Michael gewesen sein. Die Aufschrift lautete: \u201eGeschenke bringen mir alle Gl\u00f6ckelberger\u201c. Da die im Turm vorhandene eiserne Glocke auf\u00a0 f gestimmt ist, wurde die neue auf d gerichtet. Man erhoffte sich eine gro\u00dfe Glocke, die wollte man dann auf b stimmen. Es war eine sehr erhebende Feier. Die Festrede hielt der Abgeordnete Dr. Petersilka. Die Messe feierte der Pfarrer mit P. Rodlberger. Die Glocke kostete 5243,60 K ( 1kg Glockenguss 30 K), der Transport von Budweis 49,5o K. Im Zug zur Kirche wurden 150 wei\u00dfe M\u00e4dchen gez\u00e4hlt.<\/p><p><strong>Pfarrvisitation und Firmung<br \/><\/strong>Bei der Pfarrvisitation am 2. Oktober 1923 gab es\u00a0 166 Firmlinge. Beim Einzug in die Kirche regnete es stark. Ausger\u00fcckt war die Feuerwehr und die Gemeindevertretung, 70 gingen zur hl. Kommunion.<\/p><p><strong>Neuer Mesner Ludwig Petschl<br \/><\/strong>Am 1. November 1923 legt der 77 j\u00e4hrige Mesner Andreas Wegscheider, geb. am 2.11.1846, sein Amt nieder und am 5. l\u00e4utet sein Nachfolger Ludwig Petschl, Schneidermeister in Gl\u00f6ckelberg Nr.23 zum ersten Mal die Gebetsglocke.<\/p><p><strong>Pfarrer Essl \u201eEhrenkonsistoralrat\u201c<br \/><\/strong>Am 20. Dezember 1923 wird von der bisch\u00f6flichen Kanzlei auf Grund der letzten Visitation die Ernennung des Pfarrers zum Ehrenkonsistorialrates durchgegeben.<br \/>Im M\u00e4rz 1925 wurden anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums des Pfarrers Essls, f\u00fcnfundzwanzig Jahre Seelsorger in Gl\u00f6ckelberg, eine gro\u00dfe Fahnenspendeaktion durchgef\u00fchrt.<\/p><p><strong>Feldkreuz abgebrochen<br \/><\/strong>In der Nacht vom 13. auf 14. April 1925 wurde das Feldkreuz, welches am Wege zu den Sandgruben hinter Josefsthal stand, abgebrochen. Es stammte aus 1865 und war von Josef S\u00f6llner gestiftet worden.<\/p><p><strong>Mission \u2013 religi\u00f6ses Leben<br \/><\/strong>Das religi\u00f6se Leben d\u00fcrfte von den politischen Ver\u00e4nderungen kaum beeinflusst worden sein.<br \/>Schon vom 30.3. bis 6.4.1919 hielten Redemptoristen aus Budweis eine Mission ab, bei der 1079 Beichten geh\u00f6rt und 1800 Kommunionen ausgeteilt wurden.<br \/>Auch im August 1926 wurde Mission abgehalten. Aus Maria Schnee kam Hochw\u00fcrden Hugo Br\u00fcckner, der sonst in Zwittau in M\u00e4hren stationiert war. Er hielt mehrere Ansprachen. Cirka 360 Personen gingen zur Kommunion.<br \/>Nur wenige Monate sp\u00e4ter, wurde in der Zeit vom 17. April bis 24. 1927 ebenfalls eine Volksmission abgehalten. Die Musik der Feuerwehr geleitete P. Jakob Kugler von den Redemptoristen aus Maria Schnee bei Kaplitz in die Kirche. Die Predigten waren \u201egediegen\u201c, der Besuch sehr gut. 950 Beichten wurden geh\u00f6rt, 2.237 Kommunionen ausgeteilt.<br \/>Ein Missionar aus Gojau hielt am 13. Dezember 1931 eine Predigt \u00fcber die Beichte und am n\u00e4chsten Tag eine Kommunionansprache. 132 gingen zur Kommunion. Am 8. August 1932 hielt der Provinzial von Gojau P. Johann Kr\u00f6ll eine Ansprache, 325 gingen zu Kommunion.<br \/>Am Anbetungstag, am 8. August 1934 wurde der Dechant von Oberplan, Johann H\u00f6fferl, mit dem Auto abgeholt. Er half dem Pfarrer, hundert gingen zur Kommunion.<br \/>Am 5. M\u00e4rz 1935 traf zur Aushilfe der Oblaten-Priester P. Johann Paul, stationiert in Stra\u00dfburg, \u00fcber N\u00fcrnberg und Eger kommend, ein. Er predigte und nahm Beichten ab. F\u00fcr den alten Pfarrer eine gro\u00dfe Hilfe.<\/p><p><strong>Spenden und Widmungen<br \/><\/strong>Frau Anna Lichtenauer, Gattin des Seifensieders in Hohenfurth Nr.76 stellte sich wiederholt als Spenderin beim Seelsorger ein. Im April 1928 brachte sie ein Ciborium-M\u00e4ntelchen mit dem Herzen Jesu, darunter Weintrauben und \u00c4hren. \u201eEin wertvolles Geschenk in dieser Zeit\u201c. Im November war es eine reich bestickte Versehbursa und im April 1930 wieder eine Bursa als Danksagung f\u00fcr die wieder erlangte Gesundheit. Zu Weihnachten 1930 waren es drei Altart\u00fccher aus Leinen mit Zwirnspitzen, f\u00fcr den Hauptaltar, f\u00fcr den Marien- und Leonardialtar, die Frau Lichtenauer spendete \u2013 weil der Seelsorger\u00a0<em>(Pfarrer Essl)<\/em>\u00a0ihr bekannt gegeben hat, dass die alten schon sehr schlecht seien. Im darauf folgenden Jahr langte im Dezember 1931 von ihr ein besticktes Antependium ein, das einen Wert von ca. 1000 Kronen repr\u00e4sentierte. Im Sommer 1932 spendete sie einen wei\u00dfen Baldachin (Himmel), da der alte schon sehr schlecht war.<br \/>Dank vieler Spenden konnte man auch f\u00fcr 309 Kronen den Weihwasserkessel versilbern und die Lichtlampe teilweise vergolden\u00a0 lassen. F\u00fcr diesen Zweck hatte die Gattin des Schmied \u0160kola 300 Kronen, eine Frau Barbara Poferl aus Eferding 100 Kronen gespendet.<br \/>Im Dezember 1930 erhielt die Kirche ein St. Hubertusbild, das Dr. Knapp aus Prag gespendet hatte. Dieser war \u00f6fters hier zur Jagd in den W\u00e4ldern des F\u00fcrsten\u00a0 Schwarzenberg. In dankbarer Erinnerung spendete er dieses Bild der Kirche im Werte von 400 Kronen.<\/p><p><strong>Grabkreuz ans Museum abgegeben<br \/><\/strong>Am 19. Juni 1928 wurde das schmiedeeiserne Grabkreuz mit dem Steinfundament an das Museum in Oberplan abgegeben. Das Eigentumsrecht der Pfarre sollte jedoch gewahrt bleiben. Das Fundament trug die Jahreszahl 1703 und stand auf der Grabstelle des hier verstorbenen Oberlehrers Leutgeb.<\/p><p><strong>Orgel restauriert<br \/><\/strong>Im Juli 1928 hatte die Pfarre eine gr\u00f6\u00dfere Auslage zu verkraften. Aus Budweis, Pragerstra\u00dfe 57, traf Franz Sur\u00e1t, Orgel und Harmoniumbauer ein. Die Orgel war zu reinigen, die Mechanik wurde neu gerichtet und vor allem wurden die in der Kriegszeit herausgenommenen Zinn-Pfeifen durch neue ersetzt, so dass die Orgel \u00fcber 600 Pfeifen verf\u00fcgte. Die Kosten betrugen 3.000 Kronen, zuz\u00fcglich Zureise- und Transportkosten. Die letzte Reinigung hatte im September 1911 stattgefunden.<\/p><p><strong>Kirchenrechnungsf\u00fchrer Ludwig Petschl<br \/><\/strong>Mit Erlass der politischen Landesverwaltung vom 17. Juni 1928 und im Einverst\u00e4ndnis mit dem bisch\u00f6flichen Konsistorium in Budweis, zugestellt per 5.7.1928 durch die politische Bezirksverwaltung in Krumau, wurde Ludwig Petschl, Schneidermeister in Gl\u00f6ckelberg Nr.23 zum Kirchenrechnungsf\u00fchrer der Religionsfonds- Kirche zu Gl\u00f6ckelberg bestellt.\u00a0<em>(Man beachte den b\u00fcrokratischen Aufwand).<\/em><\/p><p><strong>Kirchenvater Jakob Jungbauer gestorben<br \/><\/strong>Am 14. Juni 1929 verstarb der langj\u00e4hrige Kirchenvater Jakob Jungbauer, geb. 22.5.1843 in H\u00fcttenhof, ehemals Tischler und Landwirt in H\u00fcttenhof 17, der diese Aufgabe nach dem Tode seines Bruders Johann ( gest. am 10.5.1876) \u00fcbernommen und durch 53 Jahren bis zu seinem Tode\u00a0 ausge\u00fcbt hatte. Er kam jederzeit in die Kirche, auch bei schlechtestem Wetter, obwohl der Weg weit war. Daneben war er auch in der Gemeindevertretung, im Ortsschulrat und in der Raiffeisenkassa t\u00e4tig und hatte den Feldzug im Jahre 1866 mitgemacht. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Karl Jungbauer, H\u00e4usler in H\u00fcttenhof Nr. 26 (\u201eKanal-Simandl\u201c).<\/p><p><strong>Pfarrer lehrt das Zitherspielen<br \/><\/strong>Im November 1929 lernte die Gastwirtstochter Maria\u00a0Jungwirth aus Spitzenberg vom Pfarrer\u00a0 Zitherspielen und spendete daf\u00fcr der Kirche ein Antependium mit der Inschrift \u201e Maria bitt f\u00fcr uns\u201c.<\/p><p><strong>Weihen<br \/><\/strong>W\u00e4hrend eines \u201eBittganges\u201c nach H\u00fcttenhof am 11. Mai 1931 wurde das Feldkreuz des Wenzl Springer (Altrichter Haus Nr.35) eingeweiht. Der Pfarrer hielt eine kurze Ansprache. Sechs Tage sp\u00e4ter wurde ein weiteres Kreuz beim alten Kirchenvater Johann Jungbauer (beim Kola Haus Nr.17) geweiht und die Andacht mit einer Litanei vom Namen Jesu beendet.<br \/>Die Weihe der Motorspritze fand am 19. Juli 1932 statt. Es war ein verregneter Tag. Die Festansprache hielt Dr. Karl Petersilka, die Messfeier zelebrierten der Pfarrer und Prof. Mermillod-Bladet von La Roche bei Genf, der auf Sommerfrische war. Er half dem Pfarrer durch die \u00dcbernahme eines Gottesdienstes auch an Sonn- und Feiertagen.<\/p><p><strong>Marienbild an das Di\u00f6zesanmuseum Budweis<br \/><\/strong>Am 4. November 1931 wurde das alte Marienbild mit dem Jesukindlein (schwarze Farbe, Goldgrund beim Kopf) an das Di\u00f6zesanmuseum in Budweis abgegeben. Es d\u00fcrfte eine Nachbildung eines Marienbildes in Rom sein.<\/p><p><strong>Opferst\u00f6cke beraubt<br \/><\/strong>Ende November 1931 bemerkte der Pfarrer, dass zwei Opferst\u00f6cke, f\u00fcr die Caritas und f\u00fcr die Mission, aufgebrochen waren. Nur im Opferstock f\u00fcr die Caritas waren noch 4 \u00f6sterreichische Groschen.<\/p><p><strong>Ostern 1933<br \/><\/strong>Die Osterfeiertage, 16. und 17. April 1933, waren sch\u00f6n, aber kalt. Seit vier Jahren konnte wieder eine\u00a0 Auferstehungsfeier gehalten werden. Da der Oberlehrer Pascher gest\u00fcrzt war und sich den Arm gebrochen hatte, konnte er die Orgel nicht spielen. Da sprang die Musikkapelle ein und spielte mit ihren Blechinstrumenten \u201eHier liegt vor Deiner Majest\u00e4t\u201c.<\/p><p><strong>Pfarrer Essl \u201eEhrendomherr\u201c<br \/><\/strong>Pfarrer Essl, er nennt sich \u201eSeelsorger\u201c, wird vom Bischof am 24.6.1935 zum Ehrendomherrn des Kapitels in Budweis ernannt.<br \/>Am 4. Mai wurde ein Film gezeigt. Bruder Wendelin brachte das Katholische Missionsreisekino nach Gl\u00f6ckelberg und zeigte einen Film aus dem hl. Land, von Betlehem bis Golgotha. Am Nachmittag sahen ihn die Schulkinder, am Abend die Erwachsenen.<\/p><p><strong>Pfarrer Dr. Alois Essl gestorben<br \/><\/strong>\u201eAm Montag den 14. September 1936 starb der langj\u00e4hrige Seelsorger, der hiesige Pfarrer und Schreiber dieses Pfarrgedenkbuches, Ehrendomherr Dr. Alois E\u00dfl nach kurzem Krankenlager. Wohl merkte man an ihm eine gewisse M\u00fcdigkeit, doch wollte er von einer Schonung nichts wissen. Noch am Samstag verrichtete er seine Arbeit in Kirche und Schule. Sonntag konnte er aber nicht mehr den Gottesdienst besorgen, am Montag beschloss er sein arbeitsvolles Leben. Der Verstorbene wurde\u00a0 am 18. Mai 1867 in Ogfolderhaid geboren und kam, nachdem er von 1893 bis 1899 Vizerektor des bisch\u00f6flichen Seminars in B. Budweis war, als Pfarrer nach Gl\u00f6ckelberg, als welcher er von 1899 bis 1936 wirkte.<br \/>Bekannt war seine Mildt\u00e4tigkeit, niemandem konnte er eine Bitte abschlagen, wenn er sie erf\u00fcllen konnte und oft wurde seine G\u00fcte ausgen\u00fctzt, auf Dank rechnete er ohnehin nicht. Ein Auftreten in der \u00d6ffentlichkeit war ihm ganz gegen sein Wesen und wo es nur m\u00f6glich war, blieb er allen diesen Dingen fern. Im Laufe der Jahre seines Hierseins unterrichtete er, der ein guter Zitherspieler war, viele M\u00e4dchen, schrieb ihnen ganze B\u00fccher mit Noten und Liedern, nat\u00fcrlich alles umsonst und unentgeltlich und kaufte selbst das Instrument, wenn es nicht anders sein konnte. Eine weitere Lieblingsbesch\u00e4ftigung war das Zusammenstellen von Schmetterlingssammlungen, die er immer wieder erg\u00e4nzte, so f\u00fcr die hiesige Schule und auch f\u00fcr das B\u00f6hmerwaldmuseum in Oberplan. F\u00fcr die Gemeinde Gl\u00f6ckelberg verfasste er eine Ortsgeschichte, gab sie im Selbstverlag im Druck heraus und verschenkte die Heftchen an Interessierte.<br \/>Am Donnerstag den 17. September wurde er unter zahlreicher Beteiligung am hiesigen Friedhof zur wohlverdienten, letzten Ruhe bestattet. Dreiundzwanzig Berufskollegen von ihm waren erschienen, an deren Spitze Dompropst Praschl aus Budweis, als Vertreter des Bischofs, Schule und Lehrk\u00f6rper, Gemeindevertretung und Ortsschulrat, Feuerwehr, Genossenschaft, Post, Gendarmerie, Finanz- und Zollamt, auch die \u00f6sterreichische Abteilung und viele Trauerg\u00e4ste\u00a0 von hier und Umgebung gaben ihm das Geleite zur\u00a0 letzten Ruhest\u00e4tte, viele Tr\u00e4nen sind geflossen. Nun liegt er mitten in unserem Bergfriedhof, neben denen, die ihm vorausgegangen und hat nun das, was er sich nicht g\u00f6nnte, Ruhe und Feierabendfrieden.\u201c<br \/><em>(W\u00f6rtlich zitiert aus dem Pfarrgedenkbuch).<\/em><\/p><p><strong>Kaplan Georg Metzner<br \/><\/strong>Am 26. Oktober 1936 kam der Kaplan Georg Metzner aus Oberplan als Administrator nach Gl\u00f6ckelberg.<\/p><p><strong>Gro\u00dfe Glocke bestellt und geliefert<br \/><\/strong>Am Ostersonntag des Jahres 1937 wurde\u00a0 bei der Firma Perner in Budweis eine gro\u00dfe Glocke bestellt, Gewicht 300 kg, Kosten 8000Kronen.<br \/>Zur Osterbeichte 1937 bekam der neue Seelsorger Unterst\u00fctzung aus Ulrichsberg.<br \/>Firmtag war der 22. Mai 1937, 210 Kinder erhielten das Sakrament. Ein Weihbischof aus Prag vertrat den kranken Budweiser Bischof. Im ganzen Mai wurden Andachten gehalten, ergreifend die Kindersegnung.<br \/>Am 4. Juli 1937 wurde die neue Glocke in Vordergl\u00f6ckelberg geweiht und in feierlicher Prozession zur Kirche geleitet. S\u00e4mtliche Vereine und Genossenschaften waren gekommen.<br \/>Beim Anschlagen der Glocke sprach Frau Oberlehrer Pascher diese Worte: \u201eMit unserer dunklen W\u00e4lder Rauschen, sollst deine Kl\u00e4nge tauschen\u201c. Die Inschrift auf der\u00a0 Glocke lautet: \u201eK\u00fcnde den Gl\u00f6ckelbergern jederzeit, viel Freude und wenig Leid\u201c. Sie wiegt 303 kg und ist auf den Ton\u201cC\u201c gestimmt. Kosten 8.584 K.<\/p><p><strong>Milit\u00e4rdienst<br \/><\/strong>Am 1. Oktober 1937 wurde der Seelsorger Georg Metzner zum Milit\u00e4rdienst nach Prag eingezogen. Nach 17 Tagen konnte er zur\u00fcckkehren. In der Zwischenzeit war die Stelle unbesetzt.<br \/>Aus einer Zuschrift des Religionsfonds ist die j\u00e4hrliche Entlohnung des Organisten mit 180 K, des Orgelaufziehers mit 10 K. und des Mesners mit 40 K zu ersehen.<br \/>Am 22. Mai 1937\u00a0 firmte Weihbischof Dr. Remiger, ein Deutscher aus Prag, 210 Firmlinge.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dr.\u00a0Othmar Hanke<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0othmar.hanke@aon.at<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lehrer Heinrich Pascher \u2013 Chronist des Gemeinde -Gedenkbuches<br \/><\/strong>Mit Erlass des Bezirksschulrates vom 11.12.1918 nahm der Lehrer Pascher nach R\u00fcckkehr aus dem Felde seine Lehrt\u00e4tigkeit auf, zugleich \u00fcbernahm er die Leitung der Schule. In der Folge kam es sehr h\u00e4ufig zu einem Wechsel im Lehrerpersonal, auch deshalb, weil im Ort keine geeignete Unterkunft zur Verf\u00fcgung gestellt werden konnte.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lehrerrat<br \/><\/strong>Am 16.1.1919 konstituierte sich in H\u00f6ritz ein Lehrerrat f\u00fcr den Krumauer Bezirk. In einer Lehrerkonferenz wird ein Erlass des Landesschulrates vom 9.1.1919 f\u00fcr die Volks- und Hauptschulen bekannt gegeben, wonach die Teilnahme der Sch\u00fcler an religi\u00f6sen Bet\u00e4tigungen freiwillig erfolgen m\u00fcsse und keinerlei Druck ausge\u00fcbt werden d\u00fcrfe.<br \/>Nach Bestellung eines Substituten\u00a0 konnte ab 1.3.1919 der ganzt\u00e4tige Unterricht f\u00fcr alle Klassen aufgenommen werden.<br \/>Wie schwierig es noch war, Lehrerposten zu besetzen, ersieht man auch aus einem Vorschlag f\u00fcr eine Lehrstelle der zweiten Klasse vom April 1919: Der an erster Stelle vorgeschlagene Lehrer Anton Herbinger war zu dieser Zeit noch in Kriegsgefangenschaft in Sibirien.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Diensteid der Lehrer<br \/><\/strong>Noch im August 1919 hatten die neu eingestellten und auf einen Leitungsposten ernannten Lehrer einen Diensteid abzulegen : Treue zur tschechoslowakischen Republik und ihrer Regierung, Achtung aller Staatsgesetze, Erf\u00fcllung der Amtspflichten nach den Gesetzen und Verordnungen, und bei allen Handlungen das Augenmerk nur auf den Vorteil des Staates und auf das Interesse des Dienstes zu richten.<br \/>Ein Jahr sp\u00e4ter, im Oktober 1920 kam es zu dem schon erw\u00e4hnten Streik der deutschen Lehrer gegen die Schlie\u00dfung deutscher Schulen und gegen die Errichtung tschechischer Schulen bei ganz geringer Sch\u00fclerzahl.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Probleme mit Sch\u00fclern aus \u00d6sterreich<br \/><\/strong>Im Februar 1923 wird der Schulleitung von Ulrichsberg mitgeteilt, dass auf Grund eines neuen Schulgesetzes die Kinder, die von Sch\u00f6neben und Sonnenwald in Gl\u00f6ckelberg, also im Ausland, die Schule besuchen, in Linz um Erlaubnis ansuchen m\u00fcssen. Damit das Abschlusszeugnis in \u00d6sterreich G\u00fcltigkeit bekommt, ist auch die Ablegung einer Pr\u00fcfung erforderlich. F\u00fcr die Schule in Gl\u00f6ckelberg brachte \u00a0der Besuch von Sch\u00fclern aus \u00d6sterreich auch Vorteile. Das Stift Schl\u00e4gl lieferte j\u00e4hrlich 5m\u00b3, die (\u00f6sterreichischen) Gemeinden ebenfalls 5m\u00b3 Holz.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Anzahl der Sch\u00fcler<br \/><\/strong>\u00dcberliefert (1923) ist auch die Anzahl der Sch\u00fcler, (in Klammer die Sch\u00fcler aus \u00d6sterreich):<br \/>1. Klasse : 15 (2);\u00a0 2. Klasse : 57 (7); 3. Klasse : 66 (5); 4. Klasse : 69 (4);<br \/>Expositur H\u00fcttenhof : 50;<br \/>Insgesamt : 257<br \/>Da im September 1925 zuwenig Schulanf\u00e4nger waren, verf\u00fcgte der Landesschulrat die Aufl\u00f6sung einer Klasse. Die Schule wurde daher nur mehr dreiklassig gef\u00fchrt. Im n\u00e4chsten Jahr (1926) hatte sich die 1. Klasse wieder auf 56 aufgef\u00fcllt. Da in der 3. Klasse\u00a0 83 Sch\u00fcler waren, wurde sie in eine M\u00e4dchen- und Bubenklasse geteilt.<br \/>Das Schuljahr 1927\/28 begann im September mit insgesamt 223 Sch\u00fclern: 1. Klasse 70, 2. Klasse 34, 3. Klasse Knaben 30, 3. Klasse M\u00e4dchen 36; in der Expositur H\u00fcttenhof 53 Kinder.<br \/>Im n\u00e4chsten Jahr waren es insgesamt 236. Im Herbst 1929 begann das Schuljahr mit 231 Sch\u00fclern, 1931 waren es 249, davon 47 in H\u00fcttenhof. 1932 : 262, davon in H\u00fcttenhof 51. Nur um 11 Sch\u00fcler weniger (251) waren es 1933\/34.<\/p><p><strong>Renovierungen<\/strong><br \/>Im Juni und Juli 1925 werden der Schulgarten und die Umz\u00e4unung renoviert, so dass der Schulgarten eine terrassenf\u00f6rmige, teilweise horizontale Lage bekam. Am Rohbau wird ein Blechdach montiert, neue Zugangst\u00fcren eingesetzt. Weitere Renovierungsarbeiten fanden im Juli 1930 statt, Fensterst\u00f6cke und T\u00fcrst\u00f6cke\u00a0 werden erneuert, die Wohnung des Oberlehrers angestrichen.<\/p><p><strong>Grippe und Scharlach<br \/><\/strong>Im September 1926 kam es zu einer Masernepidemie und die Schule in Gl\u00f6ckelberg wurde vom 18. bis 30. gesperrt. Bald darauf kam es auch zur Sperre der Schule in H\u00fcttenhof, es waren nur mehr 5 Kinder in der Schule.<br \/>Im Mai 1930 trat Scharlach auf. Im Haus Nr. 44 war ein Kleinkind erkrankt. Zwei Schulkinder, die das Haus<u>\u00a0<\/u>besucht hatten, durften daraufhin die Schule nicht mehr besuchen.<\/p><p><strong>Einheitlicher Schulbeginn<br \/><\/strong>Landesweit, daher auch f\u00fcr Gl\u00f6ckelberg, wurde 1925 in den Wintermonaten November bis J\u00e4nner, der Schulbeginn mit 8.30 Uhr festgesetzt. Die ersten zwei Unterrichtsstunden sollten jeweils 50 Minuten dauern, die anderen 45.<\/p><p><strong>Eine \u201eRadiostation\u201c vor der Schule<br \/><\/strong>Im September 1928 lie\u00df sich Oberlehrer Pascher eine Radiostation<em>,<\/em>\u00a0vor der Schule\u00a0<em>(gemeint d\u00fcrfte ein\u201eLautsprecher\u201c sein)\u00a0<\/em>von einer Krumauer Firma errichten. \u201eEs ist dies das 7. Radio in Gl\u00f6ckelberg\u201c.<\/p><p><strong>Propaganda<br \/><\/strong>Im September wurde vom Ministerium f\u00fcr das Schulwesen und f\u00fcr Volkskultur eine 15seitige Brosch\u00fcre unter dem Titel : \u201eUnsere Schulen im ersten Jahrzehnt der \u010cechoslowakischen Republik 1918 &#8211; 1928\u201c zugestellt, &#8211;<em>eine Lobeshymne auf diese Zeit und eine verletzende Aburteilung \u00d6sterreichs.<\/em><\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Schulsuppe<br \/><\/strong>Von J\u00e4nner bis 16. M\u00e4rz 1929 wurde in der Schule eine Suppe ausgeteilt, insgesamt waren es 1992 Portionen, die Kosten betrugen 996 Kronen. Frau Julie Kari ( auch \u201eKary\u201c) hatte diese Arbeit \u00fcbernommen und zur allgemeinen Zufriedenheit in diesem und in den kommenden Jahren ausgef\u00fchrt.<br \/>Auch 1930 wurde die Aktion mit\u00a0 1.595 Portionen fortgesetzt., im Fr\u00fchjahr 1931 waren es 2.276 Portionen mit einem Kostenaufwand von 1.138 Kronen\u00a0 1932 wurden vom J\u00e4nner bis einschlie\u00dflich M\u00e4rz 4995 Suppenportionen ausgeteilt, die Kosten betrugen 1998 Kronen. Die Bezirksjugendf\u00fcrsorge von Oberplan beteiligte sich mit 550, Josef Poferl (vulgo \u201eAmerikaner\u201c) mit 400, die Caritaspfarrgruppe mit 100 Kronen und viele weitere Spender.<br \/>Vom 8. J\u00e4nner bis 17. M\u00e4rz 1934 kamen 5.736 Suppen zur Verteilung, Kosten 2.294 Kronen, im darauf folgenden Jahr waren es 5.096 Suppen, die Kosten beliefen sich auf 2.038 Kronen. Wieder trafen zahlreiche Spenden ein. 1937 : 4778 Portionen, Kosten : 1911,20 K.<\/p><p><strong>Brunnen verstopft<br \/><\/strong>Im November 1931 musste der Brunnen oberhalb der Schule aufgegraben werden., was Probleme verursacht, da man den Lauf der Rohre nicht\u00a0 genau kannte. Aus dem Brunnen wurde das Wasser f\u00fcr Schule und Pfarrhaus bezogen. Die Rohre waren verstopft, mussten gereinigt werden. Erst im April 1934 wurden die Zuleitungen, die verfault waren, durch Eisenrohre ersetzt, wobei auch die Zuleitung zum Pfarrhaus erneuert wurde. Die Verbindungen vergoss man mit Blei und verschmierte sie mit Zement.<\/p><p><strong>Sch\u00fcler stellen aus<br \/><\/strong>Im Juni 1932 veranstaltete die Lehrerin Rosa Rinm\u00fcller aus Oberplan in der Schule eine Ausstellung von Handarbeitssachen, die w\u00e4hrend des Schuljahres angefertigt worden waren. Es waren mehrere hundert Ausstellungsst\u00fccke. Auch von den Sch\u00fclern angefertigte Mehlspeisen, \u00fcber tausend St\u00fcck, wurden ausgestellt und\u00a0 verkauft. Der Reinerl\u00f6s von 400 Kronen wurde f\u00fcr die Aufstellung eines neuen Ofens und f\u00fcr den Ankauf von K\u00fcchenger\u00e4tschaften verwendet.<br \/>Im Mai 1933 erh\u00e4lt die Schulk\u00fcche einen neuen Kachelofen. Der alte war nur ein Notofen. F\u00fcr 70 Kronen wurde er verkauft. Den neuen setzte der Gemeindevorsteher Ignaz Lehrer, der auch Maurer war. Im selben Jahr, im August 1933, wurden 55 neue B\u00e4nke, je Bank zwei Sitze, angeschafft. Die alten wurden um je 3 Kronen verkauft.<\/p><p><strong>Arbeitshefte<br \/><\/strong>Im Mai 1934 werden von Prag Arbeitshefte der Schule zugestellt. Sie sollen f\u00fcr den Unterricht in Heimat- und B\u00fcrgerkunde verwendet werden, aus der Gemeinde soll alles eingetragen werden, das Geschehen in der Schule, in der Kirche, Sagen und Moden, das Bauen der H\u00e4user, also gef\u00fchrt werden wie ein Ortsgedenkbuch.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Im Mai 1934 werden von Prag Arbeitshefte der Schule zugestellt. Sie sollen f\u00fcr den Unterricht in Heimat- und B\u00fcrgerkunde verwendet werden, aus der Gemeinde soll alles eingetragen werden, das Geschehen in der Schule, in der Kirche, Sagen und Moden, das Bauen der H\u00e4user, also gef\u00fchrt werden wie ein Ortsgedenkbuch.<\/p><p><strong>Hilfe durch Spenden<br \/><\/strong>Zu Weihnachten 1936 erhielt die Schule wieder zahlreiche Spenden, so von der M\u00e4dchenb\u00fcrgerschule in Reichenberg und eine Kiste mit 114 kg Gewicht, gespendet von der Pestalozzi Knabenschule in Br\u00fcnn. Organisiert wurden diese Aktionen von der Sudetendeutschen Volkshilfe.<\/p><p><strong>Schule in Sonnenwald<br \/><\/strong>Im Sommer 1937 wurde (in \u00d6sterreich) der Bau einer Schule f\u00fcr die Kinder aus Sonnenwald und Sch\u00f6neben beschlossen. Bisher hatten 30 Sch\u00fcler die Schule in Gl\u00f6ckelberg besucht. Der Hauptgrund f\u00fcr die beabsichtigte Errichtung war die Forderung, dass \u00f6sterreichische Kinder auch \u00f6sterreichischen Schulunterricht erhalten sollen. Die Schule sollte den Namen \u201eDr. Kurt Schuschniggschule\u201c erhalten. Am 22. September fand die\u00a0 Spatenstichfeier statt.<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dr.\u00a0Othmar Hanke<br \/><br \/><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-1664a00 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"1664a00\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-989ab68\" data-id=\"989ab68\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c418f89 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"c418f89\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5.5Die Kirche ( 1918 &#8211; 1938 ) \u201eAve-Glocke\u201c kehrt heimF\u00fcr die Kirche beginnt die neue \u00c4ra nicht unangenehm. 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