{"id":131,"date":"2019-12-20T18:57:31","date_gmt":"2019-12-20T17:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gloeckelberg.at\/?page_id=131"},"modified":"2024-01-09T12:14:50","modified_gmt":"2024-01-09T11:14:50","slug":"6-4-das-jahr-1941-verhaftung-des-seelsorgers-strenger-winter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gloeckelberg.at\/?page_id=131","title":{"rendered":"6.4 Das Jahr 1941 \u2013 Verhaftung des Seelsorgers \u2013 Strenger       Winter"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"131\" class=\"elementor elementor-131\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-fadf01b elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"fadf01b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7deaaa6\" data-id=\"7deaaa6\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6b0559d elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6b0559d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-large\">6.4<br>Das Jahr 1941 \u2013 Verhaftung des Seelsorgers \u2013 Strenger\n      Winter<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-86418ee elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"86418ee\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-9486690\" data-id=\"9486690\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-affd691 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"affd691\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4fa1d4b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"4fa1d4b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Pater Engelmar Unzeitig trat am 8. Oktober 1940 \u2013 vom Hochw\u00fcrden Cramer eingef\u00fchrt und unterwiesen \u2013 die Nachfolge an. Hier sei zusammengefasst, was der Nachfolger von P. Engelmar \u00fcber diesen \u2013 1941 &#8211; festgehalten hat.<br \/><\/em><strong>Aus dem Pfarrgedenkbuch:<br \/><\/strong><strong>Pater Engelmar Unzeitig<br \/><\/strong>\u201ePater Engelmar Unzeitig kam aus Riedegg bei Gallneukirchen hierher. Leider war er nur hier von Oktober bis April 1941. Dieser Winter brachte viel Schnee, f\u00fcr einen, der den B\u00f6hmerwald nicht kennt, besonders die hiesige Schneegegend, ist die Arbeit schon beschwerlicher als f\u00fcr den, der hier aufgewachsen ist. Noch mehr Sorge machte in dieser Zeit der Religionsunterricht f\u00fcr die Kinder. Eine Zeit waren die Kinder ohne Religionsunterricht, da noch keine Bewilligung dazu gegeben ward\u2026.W\u00e4hrend der Zeit des Wirkens des Hochw\u00fcrdigen P.Unzeitig wurde ein neues wei\u00dfes Messgewand und ein wei\u00dfes Antependium angeschafft. Der schneereiche und strenge Winter machte Hochw\u00fcrden viel Sorge, weil er kein Holz im Vorrat hatte und mit seinem Antritt in seinen Posten auch der Winter begann. Doch die Liebe einiger Pfarrkinder verschafften ihm das Notwendigste, was er f\u00fcr seinen Pfarrhaushalt brauchte, so dass man von ihm sagen konnte, dass er die kl\u00f6sterliche Armut w\u00e4hrend seines Aufenthaltes hier in Gl\u00f6ckelberg hielt.<br \/>Leider waren seine Tage<em>\u00a0(in Gl\u00f6ckelberg)<\/em>\u00a0gez\u00e4hlt. Am 21. April, eine Woche nach Ostern wurde er angeblich wegen einer Predigt von der Ge.Sta.Po. (<em>Gestapo = Geheime Staatspolizei)<\/em>\u00a0mittels Auto geholt und nach Linz gebracht, wo er bis Pfingsten war und von dort ins Konzentrationslager nach Dachau gebracht.<br \/>In Trauer hielt seine Schwester, die ihm den Haushalt f\u00fchrte auf dem Pfarrhaus noch aus mit dem Gedanken sobald als m\u00f6glich die Flucht zu ergreifen, doch sollte die Pfarrgemeinde nicht lange ohne Seelsorger bleiben. Dieselbe Woche und zwar am Samstag den 26. April langte der neue Seelsorger P. Ansbert Karl Bieberle hier ein. Auch aus derselben Missionskongregation der Mariannhiller Missionare, C.M.M., aus Riedegg, wie der letzte Geistliche\u201c<br \/><em>Soweit der w\u00f6rtliche Bericht \u00fcber Pater Engelmar, geringf\u00fcgig zur besseren Lesbarkeit ver\u00e4ndert.<\/em><\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Messen auch f\u00fcr Kriegsgefangene<br \/><\/strong>Die Maiandachten 1941 waren gut besucht, ebenso die zwei Messen an den Sonntagen. \u00a0Einige Wochen hindurch durfte der Pfarrer noch eine dritte Messe f\u00fcr die franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen halten.<\/p><p><strong>Weihbischof Fliesser in Linz<br \/><\/strong>Am 11. Mai 1941 wurde Josef Fliesser,\u00a0 zum Weihbischof von Linz ernannt. Kurz darauf, am 3. Juni 1941 starb Bischof Johannes Maria Gf\u00f6llner. Dessen Wahlspruch lautete: \u201eDas ist der Sieg, der die Welt \u00fcberwindet, unser Glaube.\u201c<\/p><p><strong>Kinderandachten statt Religionsunterricht<br \/><\/strong>Da auch der neue Seelsorger noch keine Bewilligung f\u00fcr den Religionsunterricht hatte, hielt er Kinderandachten ab und bereitete so die Kinder auf die erste hl. Kommunion und Firmung vor. Am 29. Juni f\u00fchrte er ungef\u00e4hr 30 Kinder zur ersten hl. Kommunion. Am 6. Juli marschierten etwa 70 Firmlinge zum Bahnhof nach Oberplan, fuhren nach H\u00f6ritz, wo gefirmt wurde.<br \/>Das neue Di\u00f6zesangebetbuch \u201eVater unser\u201c wurde auch in Gl\u00f6ckelberg eingef\u00fchrt. Leider konnten wegen des Krieges nicht genug Gebetb\u00fccher angeschafft werden. Etwa 300 konnten verteilt werden.<br \/>Zum Schulbeginn wurde am Sonntag, 31. August, ein Amt zu Ehren des hl. Geistes gehalten. Eine Bewilligung f\u00fcr Religionsunterricht lag noch nicht vor, die Kinderandachten waren nur schwach besucht. In den Wintermonaten mussten sie eingestellt werden, da die Sakristei f\u00fcr diesen Zweck zu klein und \u201ezum Heizen nicht g\u00fcnstig war.\u201c<\/p><p><strong>Geringer Kirchenbesuch<br \/><\/strong>Die weiteren kirchlichen Feiertage brachten nur geringen Besuch, so das Kirchweihfest, der Missionssonntag und das Christk\u00f6nigsfest. Kirchliche Festtage waren auf die Sonntage verlegt\u00a0 worden und nach Vereinbarung mit dem Staat durften auch am Abend Messen unter Einhaltung der Verdunkelungsvorschrift gefeiert werden. Wegen der Fliegergefahr war das L\u00e4uten der Glocken eingeschr\u00e4nkt.<\/p><p><strong>Winter ab Oktober<br \/><\/strong>Ende Oktober begann der Winter, der im November und Dezember bis zu drei Meter Schnee brachte. Die Mette durfte auf den Abend vorverlegt werden, der Besuch war aber schwach, da ein furchtbares Schneetreiben herrschte. Die Ministranten kamen auf ihren Skiern zur Kirche, was ihnen Freude bereitete.<\/p><p><strong>\u201eVolksbewegung 1941\u201c:<\/strong>\u00a040 Kinder wurden getauft, 7 Paare schlossen den Bund f\u00fcrs Leben, 14 gingen in ein besseres Jenseits.<\/p><p><strong>Aus dem Gemeindegedenkbuch:<br \/>Winter verursacht Versorgungsprobleme<br \/><\/strong>Durch den strengen Winter kam es zu Versorgungsschwierigkeiten. Auch der Bahnverkehr brach teilweise zusammen. Die Stra\u00dfe nach Oberplan musste wieder ausgeschaufelt werden, da im Konsum kein Mehl und kein Fett mehr vorr\u00e4tig war. Die Brieftr\u00e4ger holten die Post auf Skiern von Oberplan. Nach drei Monaten konnte der Postverkehr Gl\u00f6ckelberg \u2013 Krummau am 8. M\u00e4rz 1941 wieder aufgenommen werden. An manchen schattigen Stellen lag der Schnee bis in den Juni hinein. Das Futter f\u00fcr die Tiere war zu wenig. Die Zulieferung von Heu aus Serbien brachte Erleichterung.<\/p><p><strong>Presseberichte als Chronik<br \/><\/strong><em>Die weiteren Zusammenfassungen aus dem Gemeindegedenkbuch verlieren teilweise ihren Wert f\u00fcr die Lokalgeschichte, da sie als Berichte an die Parteipresse und zwar an die schon erw\u00e4hnte \u201eDeutsche B\u00f6hmerwaldzeitung\u201c in Krummau und an die gauamtliche \u201eVolksstimme\u201c nach Linz gingen. Durch solche Berichte konnten auch die \u201eUnabk\u00f6mmlichkeit\u201c und die erreichten (oder aufgebauschten)\u00a0 Erfolge im Sinne des politischen Systems\u00a0 gezeigt und eine Einberufung zur Wehrmacht verhindert oder hinausgeschoben werden. Ob solche \u00dcberlegungen den Chronisten von Gl\u00f6ckelberg beeinflusst haben, kann aber nicht behauptet werden. Er war Jahrgang 1883 und kam bestenfalls f\u00fcr den Volkssturm in Frage. Auch wenn hier versucht wurde, solche (Propaganda-) Ausf\u00fchrungen nur so weit wieder zu geben, so weit sie zur Darlegung der Situation im Ort erforderlich erschienen, k\u00f6nnen Schlussfolgerungen auf das tats\u00e4chliche Geschehen nur mit Vorsicht getroffen werden. Einen Ausgleich schafft teilweise das Pfarrgedenkbuch.<\/em><\/p><p><strong>Winterhilfswerk<br \/><\/strong>Auch in diesem Jahr brachten die Sammlungen des Kriegswinterhilfswerkes gute Ergebnisse. So wurden im J\u00e4nner 1941 durch die Sammlungen des NSV\u00a0<em>(Nationalsozialistische Volkswohlfahrt)<\/em>\u00a0824,72 RM aufgebracht werden. \u201eEin Ergebnis, das man fr\u00fcher f\u00fcr ganz unm\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.\u201c\u00a0 Insgesamt wurden vom September 1940 bis M\u00e4rz 1941 im Bereich der Ortsgruppe 4506 RM aufgebracht.<\/p><p><strong>Ehrungen durch die Partei<br \/><\/strong>Am 6.4. 1941 wurden die\u00a0\u00a0neu aufgenommenen NS-Parteimitglieder\u00a0auf F\u00fchrer und Partei vereidigt.<br \/>Unter dem Titel \u201eVolk ohne Raum\u201c berichtete der Chronist, dass alle Veranstaltungen darunter leiden, dass die R\u00e4ume, die f\u00fcr Parteiveranstaltungen zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, zu klein seien um die gro\u00dfe Zahl der Besucher zu fassen.<br \/>Am 13. Juni besuchte der Gauleiter Eigruber auf einer Dienstfahrt den Ort. Der Besuch war nicht angek\u00fcndigt, so gab es auch keinen offiziellen Empfang. Besprochen wurden Pl\u00e4ne zur v\u00f6lligen Um\u00e4nderung von H\u00fcttenhof.<\/p><p><strong>Gefallen an der Ostfront<br \/><\/strong>Im Pressebericht vom 14. Juli 1941 z\u00e4hlt der Chronist die im Osten gefallenen Gl\u00f6ckelberger auf : Josef Wachtfeitel am 22. Juni, im 26. Lebensjahr; Franz Auer, am 23. Juni mit 22 Jahren;<br \/>Ludwig Micko am 26. Juni. Im Dezember enth\u00e4lt ein Pressebericht die Namen weiterer Gefallenen: Fritz Springer von der Leibstandarte \u201eAdolf Hitler\u201c und Anton Wegscheider.<\/p><p><strong>Parteimitglieder<br \/><\/strong>Am 5. August 1941 wurde von der Ortsgruppe der Partei eine Z\u00e4hlung durchgef\u00fchrt:<br \/>Gl\u00f6ckelberg : 349 m\u00e4nnliche Einwohner \u2013 338 weibliche E.<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 davon bei der Partei :99 m. E. \u2013 2 w. E. = 14,7%<br \/>H\u00fcttenhof\u00a0\u00a0\u00a0 :\u00a0 252 m. E. \u2013 259 w. E. davon Parteimitglied : 78 m. E. \u2013 1 w.E . =\u00a0\u00a0 15,46%<br \/>Josefsthal\u00a0\u00a0\u00a0 :\u00a0 103 m. E. \u2013\u00a0 116 w. E. davon Parteimitglied : 21 m. E. \u2013 3 w.E.\u00a0 =\u00a0\u00a0 10,96%<br \/>Ratschin\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 :\u00a0\u00a0 75\u00a0 m. E. &#8211;\u00a0\u00a0 73 w. E. davon\u00a0 Parteimitglied : 20 m. E. \u2013 20 w.E.=\u00a0 13,51%<br \/>Durchschnitt: 14,31 % &#8211; Ohne Ratschin : 13,7 %.<br \/>Mit 1. September 1941 kam der seit 1923 an der Schule wirkende Lehrer Rudolf Janda auf eigenen Wunsch als Schulleiter nach Hilkering, Landkreis Grieskirchen.<\/p><p><strong>Gaufilmwagen<br \/><\/strong>Im Oktober 1941 erfreute wieder der Gaufilmwagen die Besucher mit den Wochenschauen \u00fcber das Kriegsgeschehen. W\u00fcrde er \u00f6fters kommen, w\u00fcrde es ein Beitrag zur Eind\u00e4mmung der Landflucht sein.<br \/><em>Mit einem Bericht vom 22.12.1941 enden die \u201ePresseberichte\u201c.<\/em>\u00a0Der Chronist beendet diese mit einem Hinweis auf die Abnahme der Glocken. Es folgt sodann auf etwa zweieinhalb Seiten eine chronologische Berichterstattung \u00fcber das Geschehen im Ort \u00a0bis Ende 1941.<\/p><p><strong>Gemeindeb\u00fccherei<br \/><\/strong>\u201eF\u00fcr jeden ist etwas vorhanden\u201c \u2013 unter dieser Devise wird von der Gemeindeb\u00fccherei mit \u00fcber 500 B\u00fcchern im Oktober 1941 berichtet. Der Chronist hat die B\u00fccherei nach Erhalt von 70 B\u00fcchern aus Linz, mit Hilfe eines Sommergastes aus Prag neu geordnet und Kataloge angelegt.<\/p><p><strong>Flaschensammlung<br \/><\/strong>Auch das Jahr 1941 wird mit einer Aufz\u00e4hlung erfolgreich verlaufener Sammlungen abgeschlossen. Zehn Schlitten wurden zur Verwendung an der Front gegen eine Abl\u00f6se von 200 bis 300 RM abgeliefert. Au\u00dfer den regelm\u00e4\u00dfigen Sammlungen waren 1941 eine Spinnstoffsammlung und eine Flaschensammlung\u00a0 durchzuf\u00fchren. Gut erhaltene Flaschen sollten mit Wein, Lik\u00f6r und mit an der Front w\u00e4rmenden Getr\u00e4nken gef\u00fcllt werde.<br \/>Eine Grammophon- und Schallplattensammlung wurde in Gl\u00f6ckelberg nicht durchgef\u00fchrt.<br \/>Am erfolgreichsten war die K\u00e4lteschutzmittel-Sammlung f\u00fcr die Ostfront. In der Schule war der Sammelraum, Frauen und M\u00e4dchen halfen beim Einpacken, Ausbessern und Ordnen. Man brachte neu gestrickte Socken und F\u00e4ustlinge aus Schafwolle, Hasen- Kaninchen- und Katzenfelle, auch Schaffelle waren dabei. In manchen H\u00e4usern wurde vor dem Ablieferungstag die Nacht durchgearbeitet, um die Spenden fertig zu bringen. 764 St\u00fcck und 2 Kisten mit Pelzwerk wurden gespendet, dazu kamen dann noch 43 Paar Ski. (\u201eSkifahrer \u2013Sportler- waren ganz verschwunden\u201c).<\/p><p><strong>Viel Schnee \u2013 keine Bretter<br \/><\/strong>Im Dezember 1941 gab es viel Schnee. Das Aufstellen von Bretterz\u00e4unen um Verwehungen zu vermeiden, konnte nicht durchgef\u00fchrt werden, da keine Bretter zu bekommen waren und die vorhandenen waren von der Gemeinde verkauft worden.<br \/>Die Kinder, die die Hauptschule in Oberplan besuchten, hatten eine schweren Schulweg. In der Fr\u00fch gingen\u00a0 sie mit Laternen weg, kamen m\u00fcde in der Schule an, waren kaum aufnahmef\u00e4hig und sie wussten nicht, welches Wetter ihnen beim Heimweg bevorstand.<br \/>Die Soldaten an der Ostfront klagen in ihren Briefen \u00fcber die gro\u00dfe K\u00e4lte und \u00fcber die L\u00e4useplage. Diese gibt es in drei Farben, wei\u00df, rot und dunkel. Den ehemaligen Weltkriegsteilnehmern ist das bekannt.<br \/><em>Der Chronist beendet mit Dezember 1941 seine\u00a0 Chronik. Er schlie\u00dft mit der Wiedergabe von 8 Briefen, die er und andere Funktion\u00e4re im Namen der Ortsgruppe verfasst und an alle Soldaten aus Gl\u00f6ckelberg an die Front geschickt hat. Seine Briefe sind mit \u201eHeinrich Pascher\u201c unterschrieben. Angeschlossen sind 9 Feldpostbriefe von der Front an die Ortsgruppe. Sie enden mit 15. 10. 1941 .Die Briefe sind f\u00fcr die Lokalgeschichte nur von geringer Bedeutung, sie dienten offenbar und deutlich merkbar vor allem der Propaganda Eine Wiedergabe, auch nur auszugsweise, unterbleibt daher. Die weiteren Ausz\u00fcge sind daher nur der Pfarrchronik entnommen.<\/em><\/p><p><em><br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dr.\u00a0Othmar Hanke<br \/><br \/><\/em><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-928896b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"928896b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-bc50469\" data-id=\"bc50469\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-eeaead8 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"eeaead8\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6.4Das Jahr 1941 \u2013 Verhaftung des Seelsorgers \u2013 Strenger Winter Pater Engelmar Unzeitig trat am 8. 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