{"id":91,"date":"2019-12-20T18:37:39","date_gmt":"2019-12-20T17:37:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gloeckelberg.at\/?page_id=91"},"modified":"2024-01-09T12:10:16","modified_gmt":"2024-01-09T11:10:16","slug":"5-2-die-gemeindepolitik-1918-1938","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gloeckelberg.at\/?page_id=91","title":{"rendered":"5.2 Die Gemeindepolitik (1918 &#8211; 1938 )"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"91\" class=\"elementor elementor-91\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-fadf01b elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"fadf01b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7deaaa6\" data-id=\"7deaaa6\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6b0559d elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6b0559d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-xl\">5.2<br>Die Gemeindepolitik (1918 - 1938 )<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-86418ee elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"86418ee\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-9486690\" data-id=\"9486690\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2b5ca6b elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"2b5ca6b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4fa1d4b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"4fa1d4b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"font-weight: 400;\">Soweit versucht wird, vor allem die Politik in der Gemeindestube von Gl\u00f6ckelberg zu beschreiben, muss manchmal auch hier auf die \u201egro\u00dfe\u201c Politik hingewiesen werden, soweit dies nicht schon im vorhergehenden Teil geschehen ist. Sie wirkte, wie \u00fcberall, auch auf das kleine Bergdorf, manchmal m\u00e4\u00dfigend, befreiend, sehr oft aber st\u00f6rend, schlie\u00dflich vernichtend.<br \/>Schon am 7. 12. 1918 trat der Gemeindeausschuss zusammen und w\u00e4hlte den Gemeindevorsteher Jakob Schacherl.\u00a0<em>(Eine Aufstellung der Vorsteher findet sich am Ende<\/em>\u00a0von\u00a0<em>diesem Abschnitt).<\/em>\u00a0Schacherl nahm die Funktion jedoch nicht an und trat im Februar 1919 aus dem Ausschuss aus.<br \/>Die zum Teil blutigen K\u00e4mpfe im Raume Kaplitz (1918) fanden in den schriftlichen Aufzeichnungen keine Erw\u00e4hnung.<br \/>Alles, was an die Monarchie erinnerte, musste entfernt werden. Der Schmied \u0160kola bekam\u00a0 im M\u00e4rz 1919 den Auftrag, die Plakette des Kaisers Franz Josef vom Denkmal, das vor dem Gemeindehaus stand, zu entfernen. In Befolgung einer Anordnung der Statthalterei wurden im Juni desselben Jahres alle \u00f6ffentlichen Feierlichkeiten und Unterhaltungen verboten. Die Assentierungen durch den tschechischen Staat waren in der Folge jedes Jahr bekannt zu machen.<\/p><p><strong>Erste Gemeinderatswahl.<br \/><\/strong>Im Juni 1919 wurden eine \u201egekoppelte\u201c Liste f\u00fcr die Gemeinderatswahl aufgestellt. Die Liste enth\u00e4lt die Namen der Bewerber, jedoch keine Hinweise auf Parteizugeh\u00f6rigkeit. Erw\u00e4hnenswert ist, dass es zu dieser Zeit in Gl\u00f6ckelberg bereits einen Photografen gab, der in der Wahlliste aufscheint: August Mayer aus Gl\u00f6ckelberg Nr. 75. Diese erste Wahl im neuen Staat fand am 13. Juli 1919 statt. Gew\u00e4hlt wurde der Gemeindevorstand (Gemeinder\u00e4te) und der Gemeindevorsteher und seine Stellvertreter.<br \/>Als in Krumau der neue Bezirkshauptmann Josef Ruth eingesetzte wurde, war sein erster Erlass, der in der Gemeindestube bekannt wurde, das unter Strafdrohung gestellte Verbot, die Bezeichnung \u201eDeutsch-B\u00f6hmen\u201c zu verwenden.<\/p><p><strong>Ortsschulrat<br \/><\/strong>Am 12. Februar 1920 wurde in Krumau der Ortsschulrat angelobt : Obmann Johann Poferl, Gemeindevorsteher, August Mayer, Photograf, Heinrich Pascher, Oberlehrer, Ludwig Thaler, Landwirt in Gl\u00f6ckelberg Nr. 17, Alois Essl, Pfarrer, Johann Schaubschl\u00e4ger, H\u00e4usler in H\u00fcttenhof Nr. 68. Kosten f\u00fcr die Gemeinde 150 Kronen.<br \/>Auf Grund eines Gesetzes vom 9. April 1920 wurde noch am 26. Dezember 1920 in einer Gemeindeausschusssitzung\u00a0 neuerlich ein Ortsschulrat gew\u00e4hlt: Johann Poferl, Gemeindevorsteher (17 Stimmen), Johann Kary, Landwirt in Gl\u00f6ckelberg 5 (17 Stimmen), Heinrich Rodinger, Beamter in Josefsthal (11 Stimmen). Erg\u00e4nzt wurden die Mitglieder durch Heinrich Pascher, Oberlehrer und Karl Uhrmann, Lehrer in H\u00fcttenhof, als Vertreter des Lehrk\u00f6rpers.<br \/>Am 22. M\u00e4rz 1925 kommt es zur n\u00e4chsten Wahl des Ortsschulrates, in welchem wieder der Ortsvorsteher Ludwig L\u00f6ffler und von der Lehrerschaft Heinrich Pascher vertreten sind. Die n\u00e4chste Wahl findet im April 1929 statt. Auch nach dieser Wahl sind wieder Heinrich Pascher und Rudolf und Maria Janda vertreten.<br \/>Am 25. Juni 1933 fand die Angelobung des neuen Ortsschulrates statt. Teilweise sind es die gleichen Vertreter, die schon bisher Mitglied waren. So Oberlehrer Pascher und Lehrer Rudolf Janda und der Gemeindevorsteher Ignaz Lehrer. Als Ersatzm\u00e4nner werden Franz Petschl, Gl\u00f6ckelberg Nr.91 und Leo Petschl, H\u00e4usler und Schneider In Gl\u00f6ckelberg Nr. 119 genannt.<\/p><p><strong>Gemeindeprobleme<br \/><\/strong>Der Gemeindevorsteher Johann Poferl, der seit 13.7.1919 im Amte war, legte in der Gemeindesitzung am 17.7.1920 wegen Unstimmigkeiten sein Amt nieder. Er legte ein \u00e4rztliches Zeugnis vor, dass er herzleidend sei. Am n\u00e4chsten Tag \u00fcbernahm Wenzl Pranghofer, ein Liberaler aus der Bauernpartei, f\u00fcr kurze Zeit die Amtsgesch\u00e4fte. Am 25., also etwa eine Woche sp\u00e4ter, w\u00e4hlt man neuerlich Johann Poferl f\u00fcr die letzte Juniwoche und f\u00fcr den Juli zum Gemeindevorsteher. \u00a0Da aber der Gemeindesekret\u00e4r und Gemeindeschreiber mit 1.8.1920 nach einer Dienstleistung von 50 Jahren in Pension ging, nahm Johann Poferl unter dieser \u201eBedingung\u201c die Wahl zum Vorsteher wieder an. Die Schreibarbeiten der Gemeinde besorgte nunmehr Ernst M\u00fcller, der fr\u00fcher Gemeindediener war. Wegscheider war am 3. Juni 1871 vom Gemeindevorsteher Engelbert Micko angestellt worden, als Mesner diente er seit dem ersten Adventsonntag des Jahres 1870. Am 18. November genehmigte ihm der Gemeindeausschuss\u00a0 eine j\u00e4hrliche Pension von 1440 Kronen.Auch die Gemeindestube vergr\u00f6\u00dfert sich. Im Gemeindearrest (1922)\u00a0 wird ein zweites Fenster ausgebrochen und der Raum als Gemeindekanzlei hergerichtet. Bisher diente der Sitzungssaal auch als\u00a0 Schreibstube.<\/p><p><strong>Volksz\u00e4hlung 1921<br \/><\/strong>Zum Stichtag vom 1. Februar 1921 war eine Volksz\u00e4hlung angesetzt, die f\u00fcr Gl\u00f6ckelberg folgende Ergebnisse erbrachte:<br \/>Gl\u00f6ckelberg : 117 H\u00e4user, bewohnt 114, unbewohnt 3;<br \/>Parteien (<em>Familien<\/em>) 157, Einwohner 753,\u00a0 davon 9 Tschechen: 2 Zigeuner, 2 Gendarmen und Finanzwache;<br \/>Josefsthal :\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 20 H\u00e4user, bewohnt 16, leer 4;<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Einwohner 255, davon 5 Tschechen;<br \/>H\u00fcttenhof :\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 80 H\u00e4user, bewohnt 78, unbewohnt 2;<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Parteien (<em>Familien<\/em>) 103, Einwohner 534.<br \/>Insgesamt 1542 Einwohner<br \/>Konfession:\u00a0\u00a0\u00a0 1513 Katholiken, 7 Konfessionslose, 6 Juden.<\/p><p>Gerichtsbezirk Oberplan:<br \/>Einwohner : 15.874, davon 216 Tschechen, 15.353 Deutsche, 9 Juden.<br \/>Von 1000 waren 13,9 %o tschechisch (1910 : 7,2%o) und 985,6 %o deutsch (1919: 992,8%o).<br \/>Gerichtsbezirk Krumau :<br \/>Einwohner 31.480, davon 14.808 Tschechen, 16.131 Deutsche, 15 Juden.<br \/>Der Chronist \u00fcberliefert uns auch eine Liste von 15 Ministern vom September 1921 in welcher er auch Dr. Eduard Benesch, geb. am\u00a0 28. Mai 1884 anf\u00fchrt und ihn als \u201eNationalsozialisten\u201c bezeichnet.<\/p><p><strong>Kirchtag<br \/><\/strong>Die Gemeinde schafft Ordnung: Am Kirchtag hat jeder Verk\u00e4ufer f\u00fcr 1 Meter Standplatz 1 Krone zu bezahlen und der Platz wird von der Gemeindekanzlei zugewiesen (Mai 1922). Und am 16. Mai war Kirchtag mit Musik beim Gemeindevorsteher Poferl, nat\u00fcrlich in dessen Gastwirtschaft, und beim Kreuzwirt. Bei diesem kam es zu einer Rauferei, bei welcher der Jakob Bub vom Johann Kain schwere Kopfverletzungen davon trug.<\/p><p><strong>Haus der Frau Maria Fuchs \/ Trafik<br \/><\/strong>Am 20. Mai 1924 fand die Baukommission f\u00fcr das Haus Gl\u00f6ckelberg 121 der Kriegerswitwe Maria Fuchs statt. Sie erhielt als Auflage, dass sie mit dem Abort nicht d\u00fcngen d\u00fcrfe, bei kirchlichen Feiern m\u00fcsse Ruhe gehalten werden und ein zehn Meter breiter Streifen d\u00fcrfe nicht f\u00fcr D\u00fcngerhaufen ben\u00fctzt werde. Es ist das Haus, das nach der Wende 1989 noch restauriert werden konnte und in dem nunmehr drei Ausstellungen \u00fcber die Ortsgeschichte, \u00fcber Pater Engelmar Unzeitig und \u00fcber den Schriftsteller Urzidil\u00a0 eingerichtet sind.<br \/>Im August 1926 wird an der Gemeinde\u00a0 angeschlagen, dass das Bodenamt in Prag der Herrschaft Schwarzenberg das Hegerhaus mit der Einlagenummer 168 zum 5. Februar 1927 aufk\u00fcndigt.<\/p><p><strong>Zweisprachig<br \/><\/strong>Am Gemeindeamt\u00a0 war eine Tafel angebracht, auf der in Gro\u00dfbuchstaben \u201eGemeindeamt\u201c\u00a0 geschrieben stand. Am 18. September 1926 musste der Gemeindesekret\u00e4r Ernst M\u00fcller die alte Tafel durch eine zweisprachige ersetzen : \u201eobecn\u00ed Kancela\u0159 \u2013 Gemeinde \u2013 Kanzlei\u201c.<\/p><p><strong>Keine Jauche auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen<br \/><\/strong>Durch Anschlag gab die Gemeinde im M\u00e4rz 1928 auf Grund eines Gesetzes vom 8.1.1889 bekannt, dass die Ableitung von Jauche auf \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze, Gassen und Wege bei Strafe von 200 Kronen verboten ist und die Staatsdistrikts\u00e4rzte die Anzeigepflicht haben.<\/p><p>Am 2. Mai 1928 hatte man\u00a0 die letzte Querrinne auf der Bezirksstra\u00dfe eingeebnet, damit die Automobilfahrer in ihren Wagen keine \u201eHopser\u201c mehr machen.<\/p><p><strong>Bierabgabe &#8211; Steueraufkommen<br \/><\/strong>Auf Grund einer Regierungsverordnung von 26.1.1928 gab die Gemeinde per Anschlag kund, dass sie vom 1.10.1928 bis 30.9.1934 einheben wird : Auf jeden Liter Bier 10 Heller, auf Branntwein 40 Heller.<br \/>Auf Grund der Gemeindeumlagen erzielte die Gemeinde j\u00e4hrlich ein direktes Steueraufkommen von ca. 17.929 Kronen (1928).<\/p><p><strong>Wahlen 1928 \u2013 Neuordnung der Bezirksvertretungen<br \/><\/strong>Am 2. Dezember 1928 fanden Wahlen in die Bezirks- und Landesverwaltung statt. Wahlberechtigt waren Personen ab 24 Lebensjahren (f\u00fcr den Bezirk) und ab 26 f\u00fcr das Land.\u00a0<em>\u00dcbersicht \u00fcber die Ergebnisse : s. unten<br \/><\/em>Mit Dezember 1928 wurden auch die Bezirksvertretungen neu geordnet. Die Vertretungen in Kalsching, Oberplan und Krumau wurden aufgehoben und die Aufgaben und Kompetenzen in \u201eB\u00f6hmisch Krumau\u201c konzentriert. Die Anschrift lautete : okresn\u00ed u\u0159ad\u00a0 &#8211; Bezirksbeh\u00f6rde in B\u00f6hmisch Krumau, die offizielle Bezeichnung des\u00a0 Vorsitzenden : Bezirkshauptmann. In diese Vertretung wurden neben den gew\u00e4hlten Mandataren auch Vertreter durch die Regierung entsandt, darunter auch \u201eAlois Essl, Pfarrer in Gl\u00f6ckelberg\u201c.<\/p><p><strong>Wieder Probleme in der Gemeindestube<br \/><\/strong>Am 22. Oktober 1932 legte der Vorsteher Wenzl Fuchs sein Amt nieder, da er zu wenig Unterst\u00fctzung gefunden hatte. Die Gesch\u00e4fte f\u00fchrte zun\u00e4chst Johann Poferl weiter. Am 5. November fand sodann die Gemeinderatssitzung\u00a0 zur Wahl des neuen Vorstehers statt. Gew\u00e4hlt wurde Ignaz Lehrer, H\u00e4usler und Maurer Gl\u00f6ckelberg 110. Wenzl Fuchs legte auch sein Gemeindemandat nieder. Da die sozialdemokratische Partei die \u00dcbernahme der Amtsgesch\u00e4fte durch den neuen Vorsteher nicht zulie\u00df, amtierte ab 17. November sein Stellvertreter Franz Essl. Am 24. November schaltete sich\u00a0 die Bezirksbeh\u00f6rde in Krumau ein und \u00fcber ihren Auftrag \u00fcbernahm Ignaz Lehrer die Amtsgesch\u00e4fte.<\/p><p><strong>Kanal wird Gemeindeeigentum<br \/><\/strong>Am 7. August 1937 beschloss die Gemeindevertretung den Schwarzenbergschen Schwemmkanal in die Gemeindeverwaltung zu \u00fcbernehmen. Grundlage hief\u00fcr war ein Protokoll vom 10. Juni 1937, das mit allen Betroffenen zustande gekommen ist. Im wesentlichen \u00fcbernahm die Gemeinde die Erhaltung des Kanals und sie erhielt daf\u00fcr eine einmalige Zahlung von 20.000 Kronen. Bezug genommen wurde auch auf eine Abmachung aus dem Jahre 1820.<\/p><p><strong>Radikalisierung<br \/><\/strong>Ab September 1933 merkt man aus den \u00dcberlieferungen die Zunahme einer politischen Radikalisierung. Die nationalsozialistische Arbeiterpartei wurde verboten, bzw. l\u00f6ste sich auf, um einem Verbot zuvorzukommen. Der Abgeordnete Krebs ist trotz einer Kaution von 250.000 Kronen nach Deutschland geflohen. Aufgel\u00f6st wurde der freisinnige Turnverein und die deutschnationale Partei.\u00a0<em>(Die Partei-Bezeichnungen entsprechen den Aufschreibungen der Chronisten).<br \/><\/em>Schon im Juni 1933 kommt es im Hinblick auf die gespannten politischen Verh\u00e4ltnisse in den Nachbarl\u00e4ndern zu einer versch\u00e4rften Bewachung der Grenze. Der Gendarmerieposten wurde verst\u00e4rkt.<\/p><p><strong>Wegweiserprobleme<br \/><\/strong>Um Josefsthal als Sommerfrische zu betonen, waren im August 1933 an der Stra\u00dfe vor dem Gasthof zwei Zementsockel aufgestellt, zwei Stangen an ihnen befestigt und an diesen \u00fcber dem Weg\u00a0 reichend das Schild \u201eJosefsthal\u201c angebracht worden.<br \/>Auch am 10. Oktober 1933 waren beim Kreuzwirt mehrere Wegweiser angebracht worden, die teilweise auch die Entfernungen angaben : Ulrichsberg, Unterwuldau, Oberplan 9 km, B. Krumau 35 km, Budweis 59 km.<br \/>Im Dezember\u00a0 kam von der Bezirksbeh\u00f6rde der Auftrag, s\u00e4mtliche Wegweiser zweisprachig anzubringen, auch die gro\u00dfe Tafel in Josefsthal. Soweit die Tafeln schon zweisprachig waren, jedoch oben deutsch, unterhalb tschechisch, m\u00fcssen sie so umge\u00e4ndert werden, dass oben der tschechische Name steht. Es betraf 28 Tafeln.<\/p><p><strong>Verteidigungsvorbereitungen<br \/><\/strong>Anfangs 1937 wurde der Gemeinde durch Zuschrift von der politischen Beh\u00f6rde in Krumau mitgeteilt, dass sie einen Betrag von 15.000 Kronen bereitstellen m\u00fcsse. Falls erforderlich, m\u00fcsse er f\u00fcr die Errichtung von Verbindungswegen verwendet werden, wenn der Auftrag von der Staatsverteidigung ergeht.<br \/>Am 15.2.1937 begann im Bezirk Oberplan die T\u00e4tigkeit der Staatspolizei mit 19 Mann, alle waren Tschechen. Im August wurden die von der Beh\u00f6rde angeordneten Luftschutz\u00fcbungen als Schutz gegen n\u00e4chtliche Fliegerangriffe durchgef\u00fchrt.<\/p><p><strong>Stra\u00dfensperren<br \/><\/strong>Im Oktober 1937 wurden an den Stra\u00dfen, die \u00fcber die Grenze f\u00fchren, Schranken aus Eisen einbetoniert, beim Zollhaus, an der Kanalstra\u00dfe, beim \u201eWegscheider\u201c und beim Grenzbach Wer die Grenze passieren wollte, musste dies 24 Stunden vorher beim Zollamt melden. Bei Ben\u00fctzung von Nebenwegen drohen 100 Kronen Strafe, bei Wiederholung Arrest. Das wurde als H\u00e4rte empfunden, da viele Bewohner Wiesen und Felder in \u00d6sterreich hatten.<\/p><p><strong>\u00d6sterreich ins Deutsche Reich<br \/><\/strong>Erregung und Aufregung verursachte im M\u00e4rz 1938 die Angliederung \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich. Man verfolgte die Ereignisse mit gro\u00dfem Interesse und man h\u00f6rte aus den Radioapparaten die jubelnde Menge beim Einmarsch der deutschen Truppen und den Empfang Hitlers in Linz. \u201eErhebend die Ausrufung der Gro\u00dfdeutschen Reiches vom Balkon des Linzer Rathauses. In Gl\u00f6ckelberg blieb alles ruhig, nur neugierig schaute man \u00fcber die Grenze. Diese war zeitweise ganz gesperrt. Dann zeigten sich in Sch\u00f6neben reichsdeutsche Finanzbeamte und beim Zollamt wurde das Hoheitszeichen Gro\u00dfdeutschlands, die Hakenkreuzfahne, aufgezogen.\u201c<\/p><p><strong>Himmelserscheinungen<br \/><\/strong>Verschiedene Himmelserscheinungen wurden als Anzeichen gro\u00dfer Ver\u00e4nderungen gedeutet. Am 25. J\u00e4nner 1938 konnte man ein sehr sch\u00f6nes, gro\u00dfes Nordlicht beobachten und in den Tagen der Ereignisse in \u00d6sterreich sah man in den Morgenstunden eine sonderbare Erscheinung. Um die Sonne herum waren vier bis sieben \u201eNebensonnen\u201c zu sehen.<\/p><p><strong>Aufl\u00f6sung der Parteien \u2013Vormarsch der Sudetendeutschen Partei Henleins<br \/><\/strong>Die Ver\u00e4nderungen in \u00d6sterreich ver\u00e4nderten auch im Sudetenland die politische Situation. Wie im ganzen Sudetenland l\u00f6sten sich auch in Gl\u00f6ckelberg die bestehenden Parteien auf und traten geschlossen in die Sudetendeutsche Partei Konrad Henleins ein, so der \u201eBund der Landwirte\u201c und\u00a0 die \u201eChristliche Volkspartei\u201c, aber auch politisch nicht gebundene Leute, Verb\u00e4nde, Berufsgruppen\u00a0 und Genossenschaften schlossen sich der Bewegung Henleins an.<br \/>Schon am 1. Mai 1938 zeigte sich bei der Maiveranstaltung in Oberplan die St\u00e4rke der Sudetendeutschen Partei. Aus Gl\u00f6ckelberg nahmen \u00fcber 400 Personen teil, aus dem gesamten Gerichtsbezirk kamen 10.000 Teilnehmer. Die Ortsmusik marschierte ebenfalls zur Festveranstaltung und wurde von zwei Gendarmen mit aufgepflanztem Seitengewehr und einem Staatspolizisten begleitet. Ansonsten hielten sich die Staatspolizei und die tschechische Gendarmerie im Hintergrund. Die Disziplin der Teilnehmer war tadellos.<\/p><p><strong>\u201eNeue Zeit\u201c in der Gemeindevertretung<br \/><\/strong>Die \u201eneue Zeit\u201c f\u00fchrte auch in der Gemeindevertretung zu Ver\u00e4nderungen. Auch die Vertreter aus der Deutschen sozialdemokratischen Partei waren bis auf zwei der Sudetendeutschen Partei beigetreten. Nicht beigetreten war der bisherige Gemeindevorsteher Wenzl Lehrer. Dieser war Bergwerksmaurer in Schwarzbach gewesen und bezog aus der sozialdemokratischen Bundeslade eine Pension, die zu verlieren, er bef\u00fcrchtete. Mit 1. Mai 1938 legte er sein Amt nieder.<\/p><p><strong>Wahl der Gemeindevertretung<br \/><\/strong>Ende Mai 1938 kam es zu Wahlen in die Gemeindevertretungen. Fast \u00fcberall erreichte die Sudetendeutsche Partei die Mehrheit. Viele Parteien hatten sich aufgel\u00f6st, \u201ein manchen Orten waren daher Wahlen gar nicht erforderlich\u201c, da sich alle auf die Liste der Sudetendeutsche Partei geeinigt hatten. So war es auch in Gl\u00f6ckelberg, keine andere Liste war eingebracht worden. Die im Ort ans\u00e4ssigen Tschechen versuchten, eine Minute nach Schluss der Einreichungszeit, durch zwei Finanzbeamte eine Liste bei der Wahlkommission einzubringen. Da aber Leute unterschrieben hatten, die nicht wahlberechtigt waren, wurde die Liste nicht anerkannt. Eine Sanierung w\u00e4re durch die Beibringung von 20 Unterschriften m\u00f6glich gewesen, was aber nicht geschah. Die Tschechen zogen dann die Liste zur\u00fcck.\u00a0<em>(An dieser Stelle verr\u00e4t uns der Schreiber der Chronik, dass er als Vertreter der Sudetendeutschen Partei Mitglied der Wahlkommission war).<\/em><\/p><p><strong>Neuer Vorsteher der Gemeinde \u2013 Angelobung 1938<br \/><\/strong>Zum neuen Vorsteher der Gemeinde wurde\u00a0 Franz Kary, aus Vordergl\u00f6ckelberg Nr.6, gew\u00e4hlt und nach l\u00e4ngerer Zeit auch von der tschechischen Regierung best\u00e4tigt. Der Chronist bekam von der Beh\u00f6rde\u00a0<em>(=Bezirksbeh\u00f6rde in B .Krumau)<\/em>\u00a0den Auftrag zur Angelobung der Vertreter. Dieses Gel\u00f6bnis verpflichtete zur Treue zum Staat, die Gesetze zu befolgen, usw. Wie er schreibt, behalf er sich \u201edass ich das Gel\u00f6bnis auf die Heimat abnahm, dass wir f\u00fcr diese wirken wollen.\u201c<\/p><p><strong>Verteidigung und Standrecht \u2013 \u201ewei\u00dfe Kniestr\u00fcmpfe\u201c<br \/><\/strong>Am Bartlberg wurden Stellungen f\u00fcr einen st\u00e4rkeren Beobachtungsposten mit MG-St\u00e4nden ausgebaut, Gendarmerie- und Finanzposten verst\u00e4rkt. In der Nacht wurden mit Lastautos Munition f\u00fcr die \u201eBesatzung\u201c herangebracht. Diese hatte es besonders bei Burschen und M\u00e4nnern auf die abgesehen, die wei\u00dfe Kniestr\u00fcmpfe, bei M\u00e4dchen und Frauen, die Dirndlkleider trugen. Es kam hierdurch zu T\u00e4tlichkeiten.<br \/>Die Stra\u00dfen zur Grenze wurden mit Steinen, B\u00e4umen und quer gestellten W\u00e4gen abgesperrt. Verschiedenste Ger\u00fcchte wurden im Ort weiter gegeben.<br \/>Im September 1938 wurde das Standrecht eingef\u00fchrt und es begann die Flucht nach Oberdonau, nach Sch\u00f6neben und Sonnenwald. Dort erfolgte die Eingliederung in die Freikorps. Auch einige Lehrer gingen \u00fcber die Grenze. Die Schule wurde kaum besucht.<\/p><p><strong>Mobilisierung &#8211; Flucht<br \/><\/strong>Als dann in Prag die allgemeine Mobilisierung bis 42 Jahren angeordnet wurde, verlie\u00dfen die meisten M\u00e4nner den Ort, manche hielten sich in den W\u00e4ldern versteckt und kamen in der Nacht zu ihren H\u00e4usern. Die n\u00f6tigsten Feldarbeiten wurden von den Frauen besorgt.<br \/>Am 25. September sollten die Pferde abgeliefert werden, doch in der Nacht vorher wurden sie \u00fcber die Grenze gebracht, trotz der Besatzung. Auf der anderen Seite stand das bewaffnete Freikorps, das auch half, die Pferde \u00fcber die Grenze zu bringen. Nur ein altes, mageres Pferd wurde zur Sammelstelle gebracht.<br \/>Auch der Chronist des Gemeindegedenkbuches verlie\u00df mit Frau und einem Wolfshund das Schulhaus und den Ort. Die N\u00e4chte vorher hatte er schon im Keller zugebracht. Die n\u00e4chsten Tage waren sie in Aigen und fanden freundliche Aufnahme beim B\u00e4ckermeister Lattner. Die Unterbringung war auch sonst gut, auch ein Auffanglager war eingerichtet. Die tschechische Krone wurde mit 8 Pfennigen\u00a0 umgewechselt.<\/p><p><strong>Jubel \u00fcber den Anschluss \u2013 1. Oktober 1938<br \/><\/strong>Gespannt lauschte man den Berichten im Rundfunk. Angeblich wurde in den deutschen Gebieten Radioapparate\u00a0 beschlagnahmt. Ungeheuer war der Jubel als in M\u00fcnchen die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete\u00a0 von Deutschland, England, Italien und Frankreich beschlossen wurde. Gl\u00f6ckelberg war die erste Gemeinde, die von der Reichsarmee besetzt wurde. Es war am Samstag, 1. Oktober 1938, zwei Uhr Nachmittags.<\/p><p><strong>Gemeindevorsteher<\/strong><\/p><p>Wahltag\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \/\u00a0\u00a0 Name<br \/>7.\u00a0 12. 1918\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jakob Schacherl, Gastwirt, B\u00e4cker<br \/>1.\u00a0\u00a0\u00a0 3. 1919\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ludwig L\u00f6ffler<br \/>13.\u00a0 7. 1919\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Johann Poferl, Gastwirt, Wagner, in Gl\u00f6ckelberg Nr. 72<br \/>18.\u00a0 7. 1920\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenzl Pranghofer, vulgo \u201eJagl\u201c, Gl\u00f6ckelberg Nr.55<br \/>25.\u00a0 7. 1920\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Johann Poferl, wie oben<br \/>7.\u00a0 10. 1923\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ludwig L\u00f6ffler, Gastwirt (Kreuzwirt) Gl\u00f6ckelberg Nr. 37<br \/>5.\u00a0 11. 1927\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Franz Schacherl, Landwirt, Gl\u00f6ckelberg 26<br \/>8.\u00a0 11. 1931\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenzl Fuchs, H\u00e4usler, Gl\u00f6ckelberg 20<br \/>5.\u00a0 11. 1932\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ignaz Lehrer, H\u00e4usler, Gl\u00f6ckelberg 110<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0 Mai 1938\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Franz Kary, Vordergl\u00f6ckelberg Nr. 6<\/p><p><strong>Gemeinderatswahlen<\/strong><br \/>Trat bei der Wahl am 19. Juli 1919 nur eine gemeinsame Liste auf, so waren es am 16. September 1923 drei :<br \/>Wahl 16. September 1923:<br \/>Liste 1 :\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bund der Landwirte und die christlich-soziale Partei (nur Kandidaten aus Gl\u00f6ckelberg) :\u00a0 277 Stimmen, 9 Mandate;<br \/>Liste\u00a0\u00a0 2\u00a0\u00a0\u00a0 :\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sozialdemokarten ( Kandidaten aus Josefsthal und H\u00fcttenhof) : 294 Stimmen, 10 Mandate;<br \/>Liste\u00a0\u00a0 3\u00a0\u00a0\u00a0 :\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Liste des christlichen Bauernbundes und der Klein-H\u00e4usler ( nur Kandidaten aus H\u00fcttenhof) :\u00a0 153 Stimmen, 5 Mandate.<br \/>Ung\u00fcltig : 9 Stimmen.<\/p><p>Wahl 27. September 1931:<br \/>Zwei Listen waren aufgestellt :Liste 1 : Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei<br \/>Liste 2 : Bund der Landwirte, politische Partei des christlich-deutschen Landvolkes, der deutschen Gewerbepartei, deutsch-christlichsoziale Volkspartei.<br \/>Wahlberechtigt waren 730. Abgegebene Stimmen 694, g\u00fcltig 690.<br \/>Auf Liste 1 entfielen 391 Stimmen (10 Mandate)<br \/>auf Liste 2\u00a0 299 Stimmen ( 8 Mandate).<\/p><p><strong>Wahlen in die Bezirks- und Landesvertretung<\/strong><br \/>Am 2. Dezember 1928 stellten sich 12 Listen der Wahl zur Bezirksvertretung und 14 Listen der Wahl zur Landesvertretung.<br \/>Ergebnisse in Gl\u00f6ckelberg:<br \/><strong>Bezirksvertretung<\/strong><br \/>Abgegebene Stimmen 622, davon ung\u00fcltig 15:<br \/>\u00a0&#8211; 5 tschechische Listen zusammen : 14 Stimmen<br \/>Kommunistische Partei der Tschechoslowakei : 20 Stimmen<br \/>&#8211; Deutsche Listen<br \/>Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft (Liste2) : 6 Stimmen<br \/>Deutsche freiheitlich-soziale Volkspartei (Liste 3) : 88 Stimmen<br \/>Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei ((Liste 5) : 271 Stimmen<br \/>Bund der Landwirte, Partei des deutschen Landvolkes (Liste 6) : 131\u00a0 Stimmen<br \/>Deutsche Gewerbepartei, Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes (Liste10) : 56 Stimmen<br \/>Deutscher Volksverband (deutsche Nationalpartei), (Liste 11) : 21 Stimmen<br \/><strong>Landesvertretung<\/strong><br \/>Abgegebene Stimmen 624, davon 11 ung\u00fcltig:<br \/>&#8211; 7 tschechische Listen : 39 Stimmen (davon 19 Stimmen f\u00fcr die tschechische KP)<br \/>&#8211; 7 deutsche Listen : 574 Stimmen ( davon 273 Stimmen f\u00fcr die Deutsche sozialdemokratische Partei, Bund der Landwirte 124, deutsche christlich-soziale Volkspartei 95)<br \/><strong>Wahlen in das Abgeordnetenhaus und in den Senat<\/strong><br \/>Am 27. Oktober 1929 fanden die Wahlen statt, in Gl\u00f6ckelberg waren 728 Stimmberechtigte.<br \/>F\u00fcr das Abgeordnetenhaus wurden 681 Stimmen abgegeben, 2 waren ung\u00fcltig. Es entfielen auf die<br \/>Liste 1\u00a0 : Kommunistische Partei (Sektion der Internationale) 9 Stimmen<br \/>Liste 3 : Wahlgemeinschaft, (Bund der Landwirte u.a.) : 134 Stimmen<br \/>Liste 4 :\u00a0 Deutsche Sozialdemokratische Partei : 337 Stimmen<br \/>Liste 6 :\u00a0 Deutsche National Partei : 15 Stimmen<br \/>Liste 8\u00a0 und 12 : tschechische Listen : 3 Stimmen<br \/>Nr. 17 :\u00a0\u00a0 Deutsche christliche Volkspartei : 171 Stimmen<br \/>Nr. 19 :\u00a0\u00a0 Deutsche nationalistische Arbeiterpartei : 12 Stimmen<\/p><p>F\u00fcr den Senat wurden 603 Stimmen, ung\u00fcltig waren 2. Es entfielen auf die<br \/>Liste 1\u00a0 : Kommunistische Partei (Sektion der Internationale) 9 Stimmen<br \/>Liste 3 : Wahlgemeinschaft, (Bund der Landwirte u.a.) : 119 Stimmen<br \/>Liste 4 :\u00a0 Deutsche Sozialdemokratische Partei : 293 Stimmen<br \/>Liste 6 :\u00a0 Deutsche National Partei : 16 Stimmen<br \/>Liste 8\u00a0 und 12 : tschechische Listen : 2 Stimmen<br \/>Nr. 17 :\u00a0\u00a0 Deutsche christliche Volkspartei : 164 Stimmen<br \/>Nr. 19 :\u00a0\u00a0 Deutsche nationalistische Arbeiterpartei : 0 Stimmen<\/p><p><strong>Wahlen am 19. Mai 1935 in den Senat und in das Abgeordneten Haus<br \/>Wahlen in den Senat<br \/><\/strong>Abgegebene Stimmen : 619, davon ung\u00fcltig 2<br \/>&#8211; Auf 9 tschechische Listen entfielen 14 Stimmen (incl. 4 Kommunisten).<br \/>&#8211; Auf deutsche Listen entfielen:<br \/>Deutsche sozialdemokratische Partei : 163 Stimmen<br \/>Bund der Landwirte : 71 Stimmen<br \/>Deutsche christlichsoziale Partei : 61 Stimmen<br \/>Sudetendeutscher Wahlblock : 11 Stimmen<br \/>Henlein Gruppe : 297 Stimmen<\/p><p><strong>Wahlen in das Abgeordneten Haus:<br \/><\/strong>Abgegebene Stimmen 678,\u00a0 ung\u00fcltig 3<br \/>Auf\u00a0 tschechische Listen entfielen 15 Stimmen<br \/>Auf deutsche Listen entfielen:<br \/>Deutsche sozialdemokratische Partei : 174 Stimmen<br \/>Bund der Landwirte : 81 Stimmen<br \/>Deutsche christlichsoziale Partei : 63 Stimmen<br \/>Henlein Partei : 329 Stimmen<br \/>Wirtschaftspartei d. Schuldner : 2 Stimmen<br \/>Sudetendeutscher Wahlblock : 11 Stimmen.<\/p><p><strong>Wahlen am 26. Mai1935 in die Landesvertretung und in die Bezirksvertretung :<br \/>Wahlen in die Bezirksvertretung:<br \/><\/strong>Abgegebene Stimmen : 646, ung\u00fcltig 3<br \/>&#8211; Auf 7 tschechische Listen entfielen 13 Stimmen (incl. 4 Kommunisten)<br \/>&#8211; Auf deutsche Listen entfielen:<br \/>Deutsche sozialdemokratische Partei : 144 (146)* Stimmen<br \/>Bund der Landwirte : 52 Stimmen<br \/>Deutsche christlichsoziale Partei : 58 Stimmen<br \/>Henlein Partei : 353 Stimmen<br \/>Deutsche Arbeitspartei : 0 Stimmen<br \/>Sudetendeutscher Wahlblock : 20 Stimmen. *Die Zahlen- und Parteiangaben differieren<\/p><p><strong>Wahlen in die Landesvertretung:<br \/><\/strong>Abgegebene Stimmen : 649, ung\u00fcltig 3<br \/>Auf 7 tschechische Listen entfielen 15 Stimmen (incl. 4 Kommunisten)<br \/>Auf deutsche Listen entfielen:<br \/>Deutsche sozialdemokratische Partei : 144 Stimmen<br \/>Bund der Landwirte : 50 Stimmen<br \/>Deutsche christlichsoziale Partei : 59 Stimmen<br \/>Henlein Partei : 365 Stimmen<br \/>Deutsche Arbeitspartei : 4 Stimmen<br \/>Sudetendeutscher Wahlblock : 9 Stimmen.<\/p><p><strong>Wahl des Pr\u00e4sidenten<\/strong><br \/>Am 24. Mai 1934 wird in der Prager Burg, im ehemaligen Thronsaal der b\u00f6hmischen K\u00f6nige, von 420 Senatoren der Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt.<br \/>327 Stimmen entfielen auf T.G. Masaryk<br \/>38 auf den Kommunisten Gottwald<br \/>53 Stimmen waren leer.<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dr.\u00a0Othmar Hanke<br \/><br \/><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-3a27a05 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"3a27a05\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-1fd51d5\" data-id=\"1fd51d5\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1493006 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"1493006\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5.2Die Gemeindepolitik (1918 &#8211; 1938 ) Soweit versucht wird, vor allem die Politik in der Gemeindestube von Gl\u00f6ckelberg zu beschreiben, muss manchmal auch hier auf die \u201egro\u00dfe\u201c Politik hingewiesen werden, soweit dies nicht schon im vorhergehenden Teil geschehen ist. 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